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UNO: Mit Öko- und Finanzsteuern Armut bekämpfen

Die Vereinten Nationen haben weltweite Öko- und Finanzsteuern zugunsten von Armen vorgeschlagen. Auf diese Weise könnten 400 Milliarden Dollar (322 Milliarden Euro) eingenommen und zugleich das Klima geschützt werden.

UNO: Mit Öko- und Finanzsteuern Armut bekämpfen SN/apa (epa)
UNO-Hauptquartier in New York.

Allein 250 Millionen Dollar könnten in den Industrieländern durch eine Steuer auf Kohlendioxid von 25 Dollar pro Tonne eingenommen werden. Weitere Milliarden seien durch eine "winzige Steuer" auf Währungstransaktionen möglich. Die Experten schlagen 0,005 Prozent für die vier Hauptwährungen Dollar, Euro, Pfund und Yen vor und rechnen mit 40 Milliarden Dollar. Diese und weitere Maßnahmen seien "technisch machbar und wirtschaftlich vertretbar".

Mit dem Programm reagieren die UNO auf das Aufkommen an Spenden- und Entwicklungshilfegeldern. Im vergangenen Jahr sei der Betrag zum ersten Mal seit vielen Jahren zurückgegangen. Der Grund sei die wirtschaftliche Krise, viele Staaten würden dann zuerst bei der Entwicklungshilfe sparen.

Die Verfasser des Gutachtens lobten ausdrücklich Deutschland, das Gelder zum Klimaschutz für internationale Programme bereitstelle. Wenn andere EU-Länder dem deutschen Beispiel folgen würden, stünden allein drei bis fünf Milliarden Dollar zur Verfügung.

Quelle: Apa/Dpa

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