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Urteile nach Massenpanik bei Public Viewing in Turin

Weil sie am 3. Juni 2017 während eines Public-Viewings in Turin anlässlich des Fußball-Champions-League-Finales zwischen Juventus Turin und Real Madrid eine Massenpanik ausgelöst hatten, sind vier Mitglieder einer Jugendbande am Freitag zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Damals waren zwei Frauen gestorben, 1.526 Personen wurden verletzt.

Zwei Menschen starben in Folge der Massenpanik SN/APA (AFP/Archiv)/MASSIMO PINCA
Zwei Menschen starben in Folge der Massenpanik

Am Ende eines Schnellverfahrens in Turin wurden die vier Angeklagten zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte 14 Jahre Haft beantragt. Die Gruppe wollte mit der Hilfe von Pfefferspray Menschen auf dem Platz bestehlen und hatte damit die Panik ausgelöst. Den Familienangehörigen der Opfer sind die Strafen für die vier Jugendlichen zu niedrig.

Am 3. Juni 2017 hatten sich mehr als 20.000 Menschen das Spiel auf einer Großleinwand angesehen. Warnrufe wegen einer angeblichen Bombenexplosion hatten kurz vor dem Ende der Übertragung für Panik gesorgt. Menschen stürzten im Gedränge und wurden von anderen überrannt. Eine 38-jährige Frau starb unmittelbar danach an einem Herzinfarkt. Eine 65-Jährige war mit ihrem Mann spazieren, als die Menge sie erfasste. Sie saß monatelang gelähmt im Rollstuhl, bevor sie im vergangenen Jänner starb.

Quelle: APA

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