International

US-Bürgerin in Indien von fünf Männern vergewaltigt

Eine US-Bürgerin ist nach eigenen Angaben während einer Indien-Reise im Frühjahr Opfer einer Gruppenvergewaltigung geworden. Die Polizei in der Hauptstadt Neu Delhi leitete am Samstag Ermittlungen ein und reagierte damit auf von der Frau erhobene Vorwürfe. Sie hatte sich aus den USA über eine Organisation per E-Mail an die indischen Behörden gewandt, diese benötigten aber eine direkte Anzeige.

Die Polizei habe den Fall der mutmaßlichen Vergewaltigung nun aufgenommen und werde "alle Aspekte der Klage der Frau prüfen", sagte ein Polizeivertreter. Die indische Außenministerin Sushma Swaraj drängte die Polizei dazu, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Sie bat nach eigenen Angaben außerdem den indischen Botschafter in den USA darum, die Frau aufzusuchen und ihr zu versichern, dass die Schuldigen nicht ungestraft bleiben würden.

Örtlichen Medienberichten unter Berufung auf Polizeiangaben zufolge unternahm die Frau im April eine Reise nach Indien, brach diese aber nach dem mutmaßlichen Verbrechen ab. Demnach gab die Frau an, von ihrem Reiseleiter und vier Bekannten in ihrem Hotelzimmer in Neu Delhi vergewaltigt worden zu sein, nachdem er ihr Wasser mit einem betäubenden Zusatz gegeben hatte. Die Polizei wertet nun unter anderem Videomaterial der Sicherheitskameras in dem Hotel aus.

In den vergangenen Jahren hatten Touristinnen wiederholt Vorwürfe erhoben, in Indien Opfer von kollektiven Vergewaltigungen geworden zu sein. Im Juni wurden fünf Männer wegen der Vergewaltigung einer Dänin in Neu Delhi im Jahr 2014 zu lebenslanger Haft verurteilt. Auch ähnliche Verbrechen an Inderinnen sorgten immer wieder für Empörung.

Quelle: Apa/Ag.

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