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US-Todesschütze kündigte seine Taten in Romanen an

Der Mann, der zu Wochenbeginn im US-Bundesstaat Colorado fünf Menschen erschoss, hat seine Taten offenbar in mehreren Science-Fiction-Romanen angekündigt und dabei auch die Opfer benannt. "Wir haben Kenntnis von den Büchern, die von dem Verdächtigen unter einem Pseudonym geschrieben wurden", sagte ein Sprecher der Polizei der Stadt Denver am Donnerstag. "Sie sind Teil unserer Ermittlungen."

Der von der Polizei erschossene Schütze hatte unter einem Pseudonym zwischen 2018 und 2020 eine Roman-Trilogie geschrieben. US-Medienberichten zufolge tötet im ersten Band ein Mann in einem Gebäude in Denver einen Mann mit dem gleichen Namen eines der Opfer der Schusswaffenattacke vom Montag - an der in dem Buch genannten Adresse.

In einem anderen Band beschreibt der Autor den Mord an einer Frau. Unter den Opfern vom Montag ist die Besitzerin eines Tattoo-Studios, die den gleichen Namen wie die getötete Figur im Roman hat. Auf seiner Autorenwebsite hatte der Schütze geschrieben, er nutze in seinen Büchern "echte Namen und echte Ereignisse und echte Menschen zusammen mit fiktiven, weil ich die Linien zwischen dem, was ist, und dem, was möglich ist, verwischen will".

Der 47-Jährige hatte am Montag an verschiedenen Orten in Denver und im angrenzenden Lakewood fünf Menschen erschossen. Bei zwei Tatorten handelte es sich um Tattoo-Studios. Der Angreifer wurde schließlich von einer Polizistin erschossen.

Das Motiv des Mannes ist noch unklar. Nach Angaben der Polizei gab es private oder geschäftliche Beziehungen des Angreifers zu einigen seiner Opfer. Er habe "bestimmte Menschen ins Visier genommen".

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