International

USA: Haben Islamisten Kinder für Schulmassaker trainiert?

Geradezu unglaublich klingen die Vorwürfe: In den USA sollen gezielt Kinder für eine Schulschießerei trainiert worden sein. Dem Hauptverdächtigen wird zudem die Entführung seines kleinen Sohnes vorgeworfen. Starb der Bub auf dem verwahrlosten Gelände in New Mexico?

Bei einer Razzia auf einem Grundstück nördlich von Taos hatte die Polizei am vergangenen Freitag elf verwahrloste und hungernde Kinder entdeckt, die Pflegefamilien übergeben wurden. Kurz danach fanden Sicherheitskräfte dort zudem die Leiche eines Buben. Fünf Menschen wurden festgenommen.

Taos' Bezirks-Sheriff Jerry Hogrefe hatte anschließend mitgeteilt, die Sicherheitskräfte seien davon ausgegangen, dass die Verdächtigen vermutlich schwer bewaffnet seien und als "Extremisten muslimischen Glaubens" gelten würden. Bei den Festgenommenen habe es sich um zwei bewaffnete Männer und drei Frauen gehandelt. Die Frauen seien womöglich die Mütter der Kinder. Die elf verwahrlosten Kinder seien im Alter zwischen einem und 15 Jahren gewesen.

Den Beschuldigten wird Kindesmissbrauch vorgeworfen. KOB4 berichtete vom Gericht in Taos, dass die Staatsanwaltschaft die Aussage einer Pflegefamilie vorgebracht habe, wonach das in Obhut genommene Kind von den Verdächtigen "im Gebrauch eines Sturmgewehrs zur Vorbereitung von zukünftigen Schulschießereien" ausgebildet worden sei.

Hogrefe beschrieb die furchtbaren Umstände, unter denen die Kinder hausen mussten. "Die einzigen Lebensmittel, die wir sahen, waren ein paar Kartoffeln und eine Kiste mit Reis in einem dreckigen Wohnwagen", sagte der Sheriff. "Aber am überraschendsten und herzzerreißendsten war, als das Team insgesamt fünf Erwachsene und elf Kinder fand, die aussahen wie Flüchtlinge aus einem Dritte-Welt-Land, nicht nur ohne Essen oder Trinkwasser, sondern auch ohne Schuhe, persönliche Hygiene und im Prinzip mit dreckigen Lumpen als Kleidung."

Die Staatsanwaltschaft von New Mexico teilte zuvor mit, einer der Festgenommenen, Siraj Ibn Wahhaj, habe Kinder im Umgang mit Sturmgewehren zur Vorbereitung für künftige Schulschießereien trainiert. Das sagte die Pflegemutter eines der befreiten Kinder.

Wahhaj stelle eine "große Gefahr für die auf dem Grundstück gefundenen Kinder sowie für die Allgemeinheit als Ganzes dar", heißt es in der Akte der Staatsanwaltschaft. Bei dem Hauptverdächtigen handelt es sich um den Sohn eines Imam aus dem New Yorker Stadtteil Brooklyn, wie die "New York Times" meldete.

Quelle: Apa/Ag.

Aufgerufen am 10.12.2018 um 01:16 auf https://www.sn.at/panorama/international/usa-haben-islamisten-kinder-fuer-schulmassaker-trainiert-38564368

Kommentare

Schlagzeilen