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Venedig plant System zum Hochwasserschutz der Markuskirche

51 Jahre nach einer katastrophalen Flut in Venedig, bei der am 4. November 1966 das Hochwasser 1,94 Meter und damit die höchste Marke aller Zeiten erreicht hat, plant die Lagunenstadt an ein System zum Schutz des Markusplatzes. Damit sollen die Überschwemmungen drastisch reduziert werden, die jährlich das Fundament der Markuskirche gefährden und die Bodenmosaiken geschützt werden.

Überschwemmungen gefährden jährlich das Fundament der Markuskirche SN/APA (Archiv/dpa)/Michael Hanschk
Überschwemmungen gefährden jährlich das Fundament der Markuskirche

Sechs Monate lange werden die Bauarbeiten dauern, die im Jänner beginnen sollen, berichtete die italienische Tageszeitung "La Stampa" am Samstag. Die Besucher werden wie üblich Zugang zu der Basilika haben, die jährlich von fünf Millionen Touristen besichtigt wird. Geplant sind kleine Baustellen, die für den Platz nicht belastend sind. Am Schluss wird die Gemeinde bei Hochwasser nicht mehr Gehsteige für den Zugang zur Basilika aufstellen müssen.

Nach der Basilika soll der ganze Markusplatz trockengelegt werden. Das Projekt soll 30 Millionen Euro kosten. Demnach sollte die Kanalisation rund um den Markusplatz geschlossen und der Platz mit einem hydraulischen System trockengelegt werden.

Der Eingang des im Jahr 1063 errichteten Wahrzeichens von Venedig ist der tiefste Punkt des gesamten Stadtkerns. Auch mit dem Dammprojekt MOSE, das die Lagunenstadt vor großen Überschwemmungen bewahren soll, würde dem Markusplatz das Hochwasser nicht erspart bleiben. Bisherige Pläne zum Schutz des Markusplatzes wurden nie konkretisiert.

Quelle: APA

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