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Weitere Leiche nach "Sewol"-Unglück gefunden

Im Wrack der im April untergegangenen südkoreanischen Fähre "Sewol" haben Taucher eine weitere Leiche gefunden. Damit erhöhte sich die Zahl der bestätigten Todesopfer des Unglücks auf 295. Das teilte die Einsatzleitung am Dienstag mit. Die "Sewol" war am 16. April vor Südkorea untergegangen. Noch immer gelten neun der ursprünglich 476 Insassen als vermisst.

Weitere Leiche nach "Sewol"-Unglück gefunden SN/APA (Archiv/epa)/JEON HEON-KYUN
Zahl der Opfer stieg auf 295.

Es handle sich vermutlich um die Leiche einer Frau, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die Küstenwache. Es war der erste Leichenfund in und um das Wrack seit Mitte Juli.

Die Familien der Vermissten hatten sich zuletzt gegen eine Bergung des Wracks ausgesprochen. Sie befürchten, dass Leichen fortgeschwemmt werden könnten. Die meisten Fahrgäste waren Jugendliche auf einem Schulausflug. Nach Angaben der Ermittler war die Fähre extrem überladen und bei einer Kursänderung gekentert.

Am Montag hatte die Staatsanwaltschaft im Prozess gegen leitende Besatzungsmitglieder die Todesstrafe für den Kapitän gefordert. Ihm wird vorsätzliche Tötung vorgeworfen. Er und andere Crewmitglieder werden beschuldigt, die Passagiere im Stich gelassen zu haben.

Quelle: Apa/Dpa

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