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Weitere Pflegekraft in Texas mit Ebola infiziert

In Texas hat sich eine zweite Krankenhaus-Pflegekraft mit dem Ebola-Virus infiziert.

Weitere Pflegekraft in Texas mit Ebola infiziert SN/APA (epa)/Erik S. Lesser
Risikogruppe wird laut Behörde überwacht.

Wie eine bereits zuvor erkrankte Krankenschwester hatte die nun betroffene Pflegekraft in der Klinik Texas Health Presbyterian in Dallas einen inzwischen verstorbenen Ebola-Patienten aus Liberia betreut. In der Klinik in Texas war der Ebola-Patient Thomas Eric Duncan behandelt worden, der in der vergangenen Woche starb. Der aus Liberia stammende Mann hatte sich in seiner Heimat infiziert. Die Krankheit wurde bei ihm aber erst festgestellt, nachdem er Ende September zu einem Familienbesuch nach Texas gereist war.

Am Wochenende wurde dann bei einer Krankenschwester, die Duncan pflegte, das gefährliche Virus diagnostiziert. Wie sie sich trotz Schutzkleidung und strenger Sicherheitsvorkehrungen infizierte, ist unklar. Es handelte sich um die erste Übertragung des hochgefährlichen Erregers in den USA.

Inzwischen wurden von den Gesundheitsbehörden mehr als 70 Krankenhausmitarbeiter unter Beobachtung gestellt, die bei der Behandlung Duncans mit dem Virus in Kontakt gekommen sein könnten. Sie werden auf Fieber und andere Symptome der Krankheit hin überwacht. Die Gesundheitsbehörden beobachten zudem weitere 48 Menschen, die mit Duncan vor der Einlieferung ins Krankenhaus Kontakt gehabt haben könnten. Der Chef der US-Seuchenbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention), Tom Frieden, hatte bereits am Montag davor gewarnt, dass der Infektion der ersten Krankenschwester weitere Fälle folgen könnten.

EU-Gesundheitsexperten warnten unterdessen in Brüssel davor, auf ein schnelles Ende des Ebola-Ausbruchs in Westafrika zu hoffen. "Wir sind der Meinung, dass die Krise sobald nicht beendet sein wird", hieß es aus der Kommission. Andererseits geht die EU-Behörde nicht von einem flächendeckenden Ausbruch in Europa aus und warnt in der Grippesaison vor Fehlalarmen wegen ungefährlichen Fiebers.

"Wer nicht in die betroffenen Länder reist und keine Kranken behandelt, muss sich auch keine Sorgen machen", sagte ein EU-Experte gegenüber Journalisten. Nach der internationalen Definition handle es sich bei Ebola auch nicht um eine Pandemie, seien doch bis dato nur wenige Länder (Liberia, Guinea, Sierra Leone und Nigeria) betroffen.

Vonseiten der EU würden bis dato 180 Mio. Euro in den Kampf gegen Ebola gepumpt. Aufseiten der EU-Mitgliedsstaaten seien es 300 Mio. Euro. In Summe würden in der EU mithin rund 450 Mio. Euro aufgebracht. "Aber das reicht nicht", unterstrich der Gesundheitsexperte.

Quelle: Apa//dpa/ag.

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