International

Weltmeisterschaft im Handtaschen-Weitwurf

Alle Jahre wieder treten Dutzende Teams zum skurrilen Wettbewerb im Handtaschen-Weitwurf an. Man spielt international, aber ohne Passkontrolle. Und mit viel Technik. Der amtierende Champion verrät im Interview sein Erfolgsrezept.

Das Ganze ist zwar viel Gaudi - betrieben wird die Handtaschen-Weitwurf-WM in Bottrop jedoch mit einem gewissen Ernst. Es gibt Regeln und eine Jury. Mannschaften zu je vier Spielern aus zahlreichen Ländern treten an diesem Samstag an. Mit den Ländern nimmt man es in Bottrop aber nicht so genau: Es reicht schon, wenn man ein anderes Land mag und sich dem Team anschließt. So trat im vergangenen Jahr Andreas Ruland aus dem rheinischen Zülpich im Team Österreich an - und wurde Weltmeister. Dieses Jahr ist er wieder unter dem Namen der Alpenrepublik am Start und will erneut triumphieren. Die Deutsche Presse-Agentur sprach mit dem 44-Jährigen über Wege zum Titel.

Mit welchem Wurfgerät gehen Sie dieses Jahr an den Start?

Das kommt aus Frankreich, von einem Pariser Designer. Die Handtasche ist extra bestellt.

Und mit welcher Wurftechnik wollen Sie mit ihrem Designer-Täschchen wieder weit vorne liegen?

Mit dem Kurbelwurf. Man dreht einfach den Arm kreisförmig und beschleunigt so die Tasche und lässt sie im günstigsten Fall im 45-Grad-Winkel los.

Sind Sie Handballer oder sonst ein erfahrener Sportler, dass Sie so gut mitmischen?

Ich nicht, aber meine drei Teamkollegen. Das sind von Grund auf Sportler. Ich bin eher Amateur.

Das Team kam im vergangenen Jahr auf 67,44 Meter. Wie weit haben Sie beim Titelgewinn geworfen?

Das waren so etwa 25 bis 26 Meter.

Und wie sind die Aussichten dieses Jahr?

Wir gehen davon aus, dass wir wieder Weltmeister werden. Aber wir rechnen mit mehreren Teams, die sich dagegen wehren werden.

Andreas Ruland (44) aus dem rheinischen Zülpich geht als amtierender Champion bei der Handtaschen-Weitwurf-Weltmeisterschaft an den Start. Seinen Titel will er an diesem Samstag (6. August) bei der Neuauflage des Jux-Wettbewerbs im Movie Park in der Ruhrgebietsstadt Bottrop verteidigen.

Quelle: Dpa

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