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Yale wirft nach Bestechungsskandal Studentin raus

Im Bestechungsskandal um US-Elite-Hochschulen hat die renommierte Yale-Universität eine Studentin rausgeworfen. Die Universität in New Haven im Ostküstenstaat Connecticut gab bekannt, die Studienzulassung der jungen Frau widerrufen zu haben. Laut der Anklageschrift gegen den früheren Yale-Frauenfußball-Trainer zahlten die Eltern der Studentin rund 1,2 Millionen Dollar an Schmiergeldern.

Die Universität in New Haven zog widerrief die Studienzulassung SN/APA (Archiv/Getty)/Yana Paskova
Die Universität in New Haven zog widerrief die Studienzulassung

Damit bewirkten sie, dass ihre Tochter in die Mannschaft und damit in der Eliteschmiede aufgenommen wurde. Der Skandal war Mitte März bekannt geworden: Dutzende wohlhabende Eltern, darunter Prominente wie die Schauspielerin Felicity Huffman und Lori Loughlin, sollen Bestechungsgelder gezahlt haben, damit ihre Kinder an Elite-Hochschulen aufgenommen werden. Betroffen sind unter anderem Yale, die Georgetown University in Washington und die kalifornische Universität Stanford.

In einigen Fällen zahlten die Eltern Geld, damit ihre Sprösslinge in Sportteams der Hochschulen und damit auch in die Universitäten selbst aufgenommen werden. Bei der Studienplatzvergabe an den US-Eliteunis herrscht ein harter Konkurrenzkampf.

Yale war nun die erste Universität, die im Zuge der Affäre den Rauswurf einer Studentin verkündete. Der frühere Hochschul-Frauenfußballtrainer soll für zwei Kandidatinnen getürkte Empfehlungen verfasst haben, von der aber nur eine aufgenommen wurde.

Quelle: Apa/Ag.

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