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Zahlreiche Tote bei Polizeieinsatz in Rio de Janeiro

Bei einem Großeinsatz brasilianischer Sicherheitskräfte in Rio de Janeiro sind am Montag mindestens elf Menschen getötet worden. Nach Militärangaben wurden bei dem Einsatz gegen Drogenbanden fünf Menschen getötet, damit korrigierte das Militär frühere Angaben von acht. Zudem erklärte die Polizei, bei einer Verfolgungsjagd im Vorort Niteroi sechs mutmaßliche Bandenmitglieder getötet zu haben.

In zwei Favelas und einem weiteren Viertel waren demnach 4.200 Soldaten mit Panzern und einem Flugzeug unterwegs. Ein Soldat wurde nach Militärangaben bei dem Einsatz getötet. Nach Angaben der Militärführung waren nur 70 Polizisten im Einsatz. Bei vorherigen Einsätzen, hatte die Polizei noch die Führung übernommen und war von Soldaten lediglich unterstützt wurden. In der Favela Mare wurden nach Polizeiangaben 430 Kilogramm Drogen beschlagnahmt.

Bei dem Einsatz in Niteroi wurden sechs Bewaffnete getötet und drei Menschen festgenommen, wie die Polizei erklärte. Dort beschlagnahmten die Sicherheitskräfte zudem zahlreiche Waffen und einige Funkgeräte mutmaßlicher Drogenkrimineller.

Außerdem geriet ein Bus mit 38 Fahrgästen in den Schusswechsel und wurde von 14 Kugeln getroffen; dabei wurde nur ein Fahrgast einem Medienbericht zufolge leicht verletzt.

Wegen der zunehmenden Gewalt im Zusammenhang mit der Bandenkriminalität in den Armenvierteln von Rio hatte die brasilianische Regierung zuletzt eine härtere Gangart eingeschlagen. Präsident Michel Temer unterzeichnete im Februar ein Dekret, das der Armee das Kommando über die Einsätze übertrug.

Zwar ist die Polizei weiterhin auf den Straßen im Einsatz, sie ist nun aber der Armee unterstellt. Soldaten können als Verstärkung eingreifen. Der Schritt ist beispiellos seit dem Ende der Militärdiktatur in Brasilien im Jahr 1985.

Quelle: Apa/Ag.

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