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Zehn Häftlinge bei Bandenkämpfen in Paraguay getötet

Bei Kämpfen rivalisierender Drogenbanden in einem Gefängnis in Paraguay sind zehn Häftlinge getötet und zehn weitere verletzt worden. Innenminister Juan Villamayor teilte am Sonntag (Ortszeit) mit, fünf der Todesopfer seien enthauptet worden und drei weitere verbrannt.

Demnach gab es im Gefängnis von San Pedro stundenlange blutige Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der brasilianischen Drogenbande Primeiro Comando da Capital (PCC) und der Gang Clan Rotela. Bei allen Todesopfern handle es sich um Mitglieder von Drogenbanden, sagte Villamayor. Die Unruhen waren zu Mittag ausgebrochen, als in der rund 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Asuncion gelegenen Haftanstalt gerade wenig Wachpersonal im Dienst war. Erst nach drei Stunden wurde die Gewalt beendet.

Die meisten der zehn Todesopfer wurden übel zugerichtet: Fünf Leichen waren enthauptet und drei andere verkohlt. Von den zehn Verletzten befanden sich laut Innenministerium vier in einem ernsten Zustand. Ersten Ermittlungen zufolge hing die blutige Auseinandersetzung in San Pedro mit den Morden an zwei Häftlingen zusammen, die am Freitag in einem anderen Gefängnis begangen worden waren.

Das Primeiro Comando da Capital (Erstes Kommando der Hauptstadt) aus der brasilianischen Metropole Sao Paulo hatte nach Behördenangaben um das Jahr 2010 begonnen, im Grenzgebiet zwischen Brasilien und Paraguay im Waffen- und Drogenhandel aktiv zu werden. Mitglieder der Bande sitzen inzwischen in mehreren Gefängnissen Paraguays ein. Dem Clan Rotela gehören sowohl Drogenhändler aus Paraguay als auch aus Brasilien an.

Quelle: Apa/Ag.

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