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Zwei starke Erdbeben erschütterten erneut Ferieninsel Lombok

Ein weiteres Erdbeben hat sich am Sonntag nahe der indonesischen Insel Lombok ereignet. Es hatte die Stärke 7,2 und ereignete sich in nur einem Kilometer Tiefe und etwa 125 Kilometer nordnordöstlich der Küste, teilte die US-Erdbebenwarte (USGS) mit. Eine Tsunami-Warnung wurde zunächst nicht herausgegeben.

Es war bereits die zweite größere Erschütterung innerhalb von 24 Stunden. Zuvor am Sonntag war bereits ein schweres Erdbeben der Stärke 6,3 registriert worden. Das Epizentrum dieses Bebens lag südwestlich der Stadt Belanting im Osten von Lombok, in einer Tiefe von nur sieben Kilometern, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Einwohnern zufolge war der Erdstoß in der Gegend heftig zu spüren. Berichte über Tote oder Verletzte gab es zunächst keine.

Die nationale Erdbebenwarte BMKG gab als Stärke 6,5 an, demnach lag das Zentrum des Bebens in einer Tiefe von 32 Kilometern im Osten der Insel - in der Gegend, die auch von dem jüngsten schweren Beben am 5. August mit rund 460 Toten am härtesten getroffen worden war. Seither gab es immer wieder Nachbeben.

In einigen Dörfern habe das neuerliche Beben Panik ausgelöst, sagte der Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Purwo Nugroho. Mehrere Häuser stürzten ein. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht herausgegeben. Die Erdstöße waren auch auf den benachbarten Inseln Sumbawa und Bali zu spüren. Am Berg Rinjani ereigneten sich als Folge des Bebens mehrere Erdrutsche. Über mögliche Opfer war hier zunächst nichts bekannt - das Gebiet ist seit einem Beben Ende Juni mit 16 Toten ohnehin für Wanderer gesperrt ist. Dennoch werde die Gegend nach möglichen Opfern abgesucht, erklärte die Katastrophenschutzbehörde.

Wenige Stunden zuvor hatte ein heftiges Erdbeben die Fidschi-Inseln erschüttert. Der Erdstoß der Stärke 8,2 ereignete sich am Sonntag um 12.19 Uhr Ortszeit (02.19 Uhr MESZ) rund 361 Kilometer östlich der Hauptstadt Suva, wie die US-Erdbebenwarte USGS erklärte. Das Beben lag demnach in einer Tiefe von 563 Kilometern. Deshalb stellte es für Fidschi keine "unmittelbare Gefahr" dar, wie die Behörden des pazifischen Inselstaats mitteilten. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor.

Das aus zahlreichen Inseln bestehende Indonesien liegt ebenso wie Fidschi auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, an dem tektonische Platten aufeinander stoßen. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort besonders häufig.

Vor zwei Wochen waren auf Lombok bei einem Beben der Stärke 6,9 mehr als 460 Menschen getötet worden. Bei einem weiteren Erdstoß wenige Tage zuvor waren 17 Menschen gestorben.

Karte mit Lokalisierung SN/APA
Karte mit Lokalisierung
Quelle: Apa/Dpa/Ag.

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