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Zwei Tote und zehn Verletzte bei Schießerei in Göteborg

In einem schwedischen Restaurant werden zwei Menschen erschossen und zehn verletzt. Die Polizei vermutet rivalisierende Banden dahinter.

Zwei Tote und zehn Verletzte bei Schießerei in Göteborg SN/AP
Der Ort des Geschehens.

Die Polizei ging von einem Streit im kriminellen Milieu aus. Bei den Todesopfern handelt es sich nach Angaben der Polizei um zwei Männer im Alter von 20 und 25 Jahren. Die Opferzahl könne aber noch steigen, sagte Polizeisprecher Björ Blixter. Zehn bis 15 weitere Menschen seien verletzt worden, bis zu vier davon schwer. Das Sahlgrenska-Universitätskrankenhaus von Göteborg behandelte nach eigenen Angaben acht Verletzte. Einer der Patienten habe lebensgefährliche Verletzungen erlitten, zwei andere seien in einem ernsten, aber stabilen Zustand, hieß es.

Ein Augenzeuge berichtete der Zeitung "Aftonbladet", zwei bewaffnete Angreifer hätten das Pub gestürmt und das Feuer eröffnet, als die Gäste gerade ein Fußballspiel im Fernsehen anschauten. Ein Mitarbeiter des Lokals sagte der Zeitung, die Angreifer hätten direkt auf die Köpfe der Gäste gezielt. Einer der Angreifer sei in der Tür stehen geblieben, um eine Flucht zu verhindern.

Ein anderer Zeuge namens "Rocky" sagte dem Rundfunksender SVT, die Schießerei sei schnell vorbei gewesen. "Ich hatte nicht einmal Zeit, darüber nachzudenken, was passierte", sagte er. "Dann sah ich, dass mein Freund blutete. Ich versuchte, die Blutung so gut wie möglich mit meinen Händen zu stoppen."

Die Ermittler schlossen einen terroristischen Hintergrund aus. Wahrscheinlich habe es sich um einen Streit zwischen rivalisierenden Banden gehandelt. Damit habe es in den vergangenen Jahren in der Gegend Probleme gegeben - "aber nicht in diesem Ausmaß." Das Pub liegt im Stadtteil Biskopsgarden, einem Viertel mit großem Ausländeranteil und einer hohen Arbeitslosenquote, wo es immer wieder Schießereien gibt. Der Stadtteil war 2010 der erste in Schweden, der Überwachungskameras installierte - laut der Zeitung "Expressen" gibt es jedoch keine an dem Platz, an dem sich das Pub befindet.

Polizeichef Klas Friberg sagte bei einer Pressekonferenz, viele Mitglieder krimineller Banden in der Stadt seien bereit, "extreme Gewalt anzuwenden". "Es ist kein Geheimnis, dass es in Göteborg zahlreiche Konflikte zwischen den verschiedenen kriminellen Banden gibt, die sich um die Vorherrschaft im kriminellen Milieu streiten."

Göteborg, die an der Westküste des Landes gelegene zweitgrößte Stadt Schwedens, hat rund 550.000 Einwohner. Auch das benachbarte Dänemark hat Probleme mit kriminellen Banden wie den Rockerclubs Hells Angels und Bandidos. Bei einem Bandenstreit in einem Einkaufszentrum nahe Kopenhagen waren erst am Mitwoch drei Menschen durch Schüsse oder Messerstiche verletzt worden.

Quelle: Apa/Dpa/Ag.

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