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Auch Marcel hat klein angefangen

Wie wird man zum Superstar im Skisport? Bei der Ski-WM in Schweden gehört Marcel Hirscher zu den absoluten Favoriten.

Begabung, Zielstrebigkeit, Ausdauer. Das sind Eigenschaften, die erfolgreichen Sportlern zugesprochen werden. Marcel Hirscher etwa, der am Dienstag in Schladming seinen bereits 68. Weltcupsieg gefeiert hat. Kommende Woche beginnt die Ski-Weltmeisterschaft in Åre (Schweden), der Salzburger zählt dort zu den absoluten Favoriten auf Goldmedaillen im Slalom und im Riesentorlauf.

2009 feierte er seinen ersten Erfolg in einem Weltcuprennen. Seine Betreuer sagten damals über ihn: "Mit Hirscher ist ein Stern aufgegangen, er ist ein Diamant mit außergewöhnlichen Fähigkeiten."

Die Begabung bekam der Annaberger in die Wiege gelegt, seine Eltern sind beide Skilehrer, sein Vater Ferdinand war sein erster Trainer und ist bis heute im Weltcup an seiner Seite. Mit zwei Jahren stand er das erste Mal auf Ski, nach der Schule trainierte er im Winter täglich mit seinem Papa. Den Sommer verbrachte er mit seiner Familie auf einer Alm hoch über seinem Heimatort. In der Skihotelfachschule Bad Hofgastein, die er nach der Hauptschule besuchte, war Anna Veith eine seiner Klassenkolleginnen. "Seit wir fünf, sechs Jahre alt waren, sind wir zusammen Rennen gefahren. Insider und Experten haben so viel von uns erwartet. Aber es ist nicht leicht, wenn schon in so jungen Jahren so viel erwartet wird", sagte Hirscher in einem Interview.

Dank seiner Zielstrebigkeit und Zähigkeit hat er die Erwartungen aber voll erfüllt: Sechs Mal war er schon Weltmeister, zwei Mal Olympiasieger, heuer wird ihm der achte Gesamtweltcupsieg in Folge nicht zu nehmen sein - ein Ausnahmeathlet.

Solche werden auch an der Ski-Mittelschule in Bad Gastein ausgebildet. "Nicht jedes Skitalent hat einen Vater wie Ferdinand Hirscher, der dich in unermüdlicher Arbeit ganz nach oben bringt", sagt Schuldirektor Sepp Wutscher. In dieser Woche war an seiner Schule Aufnahmeprüfung für zukünftige Spitzen-Skifahrer. Neben dem Unterricht steht für sie künftig tägliches Training auf dem Programm. "Der Tag beginnt um 8 und endet um 18 Uhr. Die Beharrlichkeit, dieses Pensum jede Woche auf sich zu nehmen, muss man schon im Schulalter haben, wenn man es nach oben schaffen will", sagt Wutscher. Anna Veith ist diesen Weg in Gastein gegangen.

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