Kinder

Beim Singen verfliegt das Heimweh

Junge Salzburger auf China-Tour. Zwischen Peking und Schanghai gibt es für die Salzburger Chorknaben & Chormädchen viel zu staunen.

Erholung zwischendurch: Kinder und Betreuer des Musikum-Chors beim Ausflug zum Jangtsekiang. <br> SN/musikum/zeilner
Erholung zwischendurch: Kinder und Betreuer des Musikum-Chors beim Ausflug zum Jangtsekiang.

Kein Wunder, dass sie überall mit viel Neugier empfangen werden: Einen Chor mit 28 Mädchen und Burschen aus Salzburg sieht man in China schließlich nicht jeden Tag. Vier Wochen lang ist der Kinderchor des Musikum Salzburg derzeit auf großer Tour im "Reich der Mitte" unterwegs. Nicht nur auf den Konzertbühnen sorgen die jungen Salzburger da für Aufsehen. Auch bei einem kleinen Schwimmausflug, den die musikalische Reisegruppe zwischendurch zum "gelben Fluss" Jangtsekiang unternahm, hätten die chinesischen Begleiter und viele Passanten "ganz große Augen gemacht", erzählen Angelina und Julia. In China sei es schließlich nicht selbstverständlich, dass jeder schwimmen könne, ergänzt Allanya. Oft sehe man auch Erwachsene mit Schwimmreifen.

Für die Kinder aus Salzburg gibt es auf der Reise freilich genauso viel zu staunen. Seit Ende Juli sind sie unterwegs. Von Peking bis Schanghai führt die Reise mit Flugzeugen und Bussen von einer Stadt zur nächsten. "Die Konzerthallen sind alle so riesig, dass die Solos manchmal sogar mit Mikrofon gesungen werden müssen", erzählen Lena und Katha. In Kanton sang der Chor im großen Opernhaus mit seinen 1800 Sitzplätzen, berichtet Landeschorleiter Helmut Zeilner.
15 Millionen Einwohner hat die Stadt - fast doppelt so viele wie ganz Österreich. Ob man bei solchen Größenordnungen und bei so vielen neuen Eindrücken auch einmal Heimweh bekommt? Ja, schon, sind sich viele der mitgereisten Kinder einig. Aber das Heimweh kann auch schnell verfliegen, wenn der Auftritt gelungen ist. Bei einem Konzert habe ein chinesisches Mädchen zu Liedern aus "The Sound of Music" so stark geklatscht, berichtet Charlotte schmunzelnd, dass sich ein paar Chorkinder nach dem Konzert bei ihm bedanken wollten. Darauf habe sich im Zuschauerraum schnell eine Schlange gebildet. Alle wollten ein Foto machen. "Für die Chinesen sehen wir anscheinend aus wie Popstars!" Nach vier Wochen mit vielen Konzerten und Erlebnissen geht es am Mittwoch wieder heim. Trotz mancher Strapazen sind sich Kinder und die erwachsenen Begleiter einig: "Wir sind froh, dass wir das alles erleben können!"

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