Kinder

Der Glasstrohhalm als Testsieger

Plastikmüll muss nicht sein. Wir haben Strohhalme aus Glas, Bambus, Edelstahl und Papier von Kindern testen lassen. Ein SNuppi-Check.

Milliarden von Plastikstrohhalmen landen weltweit täglich im Müll. Und das, nachdem sie zuvor meist nur wenige Minuten in Verwendung waren. Aber: Plastik braucht Hunderte Jahre, um zu verrotten. Umweltschutzorganisationen haben ausgerechnet, dass jährlich bis zu 12,7 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Ozeanen und irgendwann in den Hälsen und Mägen der Meerestiere und der Vögel landen, die daran elendiglich zugrunde gehen. Was also tun? Den Plastiksackerln wurde in den Supermärkten bereits der Kampf angesagt. In der Europäischen Union wird schon über ein Verbot von Plastikstrohhalmen nachgedacht. Alternativen gibt es. Wir haben Kinder gebeten, sie für euch mal auszuprobieren.

Bambus

Bambus ist ein schnell nachwachsender Rohstoff, die Halme der Pflanze sind innen hohl. Das Material ist fest, "deswegen kann man daran nicht herumkauen und den Strohhalm nicht zammbeißen, nicht schlecht", sagt der zehnjährige Lukas, der mit seinen Brüdern Felix (4) und Tobias (11) beim SNuppi-Strohhalmtest mitgemacht hat. Tobias ist aufgefallen, dass sich der Bambusstrohhalm, der übrigens nicht in die Spülmaschine darf, nach dem Genuss von Ribiselsaft ganz leicht verfärbt hat. Bei der sechsjährigen Sophia ist Bambus super angekommen. Der Strohhalm habe zwar ein wenig Eigengeschmack, "aber das stört mich nicht. Der Saft schmeckt trotzdem super".

Glas

Im Gegensatz dazu ist der durchsichtige Glasstrohhalm geschmacksneutral. Ein wenig aufpassen muss man aber: Fällt er etwa auf einen Fliesenboden, kann er zersplittern. Dafür lässt er sich gut reinigen. Wir haben beim Kauf - wie bei den anderen Strohhalmen auch - eine Reinigungsbürste dazubekommen. Von allen getesteten Materialien ist Glas wahrscheinlich das hygienischste, man kann Schmutz sofort sehen. Sophia ist der Glasstrohhalm beim Trinken etwas zu hart. Ihrer Schwester Olivia (4) macht das gar nichts: "Der Glasstrohhalm ist supercool. Weil er durchsichtig ist, sieht man das Getränk so gut, wenn es raufgesaugt wird." Da nickt ihre große Schwester zustimmend. Und auch Tobias und Lukas sind vom Glasstrohhalm begeistert. "Mit dem Glasstrohhalm hat man das beste Trinkgefühl."

Papier

Bei Vinzenz (11) daheim werden längst Papierstrohhalme verwendet. "Da gibt es auch welche, die richtig cool aussehen. Dass sie aus Papier sind, heißt nicht, dass sie sofort aufgeweicht werden", sagt der Gymnasiast. Nach der Verwendung kann er den Strohhalm ohne schlechtes Gewissen im Papiermüll entsorgen.

Edelstahl

Bei Edelstahlstrohhalmen sieht man dafür gar nicht, was sich gerade im Inneren befindet. Darum ist das mitgelieferte Bürstchen auch vor dem Gebrauch für die Reinigung wichtig. Zwei große Vorteile hat der Edelstahlstrohhalm aber: Er ist absolut bruchsicher und kann in der Spülmaschine einfach mitgewaschen werden. Bei den Kindern kommt er aber trotzdem gar nicht gut an. "Da schmeckt man das Metall raus", sind sich alle einig.

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