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Die ganze Welt kennt Greta

Klimaaktivistin mit 16 Jahren. "Ich will, dass ihr handelt, als wenn euer Haus brennt, denn das tut es."

Greta Thunberg setzt sich seit August 2018 für den Klimaschutz ein. Ihrem Beispiel folgten bereits Tausende Schüler auf der ganzen Welt.  SN/AP
Greta Thunberg setzt sich seit August 2018 für den Klimaschutz ein. Ihrem Beispiel folgten bereits Tausende Schüler auf der ganzen Welt.

Diesen Namen hat man in den vergangenen Monaten häufig gehört oder gelesen: Greta Thunberg. 16 Jahre ist die Schülerin aus Schweden erst alt, aber sie hat sich in kürzester Zeit einen Ruf erarbeitet als mutige Klimaaktivistin.

Kurz vor Weihnachten 2018 nahm die Öffentlichkeit erstmals richtig Notiz von ihr, als sich Greta auf einem Klimagipfel der Vereinten Nationen an die Spitzenpolitiker richtete mit den Worten: "Wir sind nicht hergekommen, um die Regierenden dieser Welt zu bitten, sich zu sorgen. Ihr habt uns in der Vergangenheit ignoriert und werdet es wieder tun. Euch gehen die Ausreden aus, uns die Zeit."

Auch einen Monat später, beim Weltwirtschaftsforum in Davos, rief sie mit einem emotionalen Appell zu sofortigen Maßnahmen gegen den Klimawandel auf: "Ich will, dass ihr handelt, als wenn euer Haus brennt, denn das tut es."

Mit acht Jahren hat Greta das erste Mal vom Klimawandel gehört. Mit elf bekam sie Depressionen, mochte zeitweise nicht mehr sprechen und essen. Seit August 2018 demonstriert sie jeden Freitag mit ihrem Schild "Skolstrejk för klimatet" (Schulstreik fürs Klima) vor dem Parlament in Schweden, um sich für einen stärkeren Einsatz ihres Heimatlands gegen den Klimawandel einzusetzen. Ihrem Beispiel folgen inzwischen Hunderttausende Schüler auf der ganzen Welt. Denn sie sagen: "Es ergibt für uns keinen Sinn, für die Zukunft zu lernen, wenn wir vielleicht keine haben." Die Bewegung, die daraus entstand, nennt sich #FridaysForFuture.

In Salzburg haben sich ihr die beiden Schwestern Annika und Luisa Dafert aus Radstadt Anfang Februar angeschlossen. Auch sie kämpfen seitdem freitags für stärkere Klimaschutzbemühungen der Regierenden.

Ihr Vorbild Greta Thunberg betrachtet sich selbst nicht als sonderlich stark. "Ich bin ziemlich ruhig. Privat spreche ich so gut wie gar nicht." Wegen ihrer Zöpfe wird sie in ihrer Heimat Schweden die "Pippi Langstrumpf des Klimas" genannt. Dass sie freitags die Schule schwänzt, mögen ihre Eltern gar nicht. "Aber sie stehen hinter meiner Botschaft und wissen, dass ich das für eine gute Sache tue."

Greta gilt inzwischen als Gesicht der internationalen Klimaschutzbewegung. Kommenden Freitag soll sogar ein weltweiter Klimastreik stattfinden. Nach Auskunft der Organisatoren machen bei diesem Klimaprotest Menschen in fast 500 Städten mit - von Honolulu auf Hawaii bis Palmerston North in Neuseeland.

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Quelle: SN

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