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Echt tierische Freundschaften

Gemeinsam mit Menschen oder im Rudel lebt es sich leichter. Immer wieder freunden sich Tiere mit uns oder mit anderen Tieren an. Denn zusammen fühlen sie sich besser.

Hunde sind besonders treu. Sie sehen ihre Familie als Rudel. SN/twinklestudio - stock.adobe.com
Hunde sind besonders treu. Sie sehen ihre Familie als Rudel.

Eine Ziege und ein Nashorn, unzertrennlich? Die ungewöhnliche Freundschaft von Hausziege Jacky und einem Nashorn auf einer Farm im afrikanischen Tansania dauert bereits viele Jahre. Was ungewöhnlich klingen mag, kommt in der Natur gar nicht so selten vor. Viele Tiere leben in Gruppen, im Rudel oder im Schwarm. Das erleichtert das Zusammenleben. Manche Vampirfledermäuse spenden sogar Blut und retten so ihre Artgenossen vor dem Verhungern. Und manchmal gibt es eben auch ganz enge Tierfreundschaften mit einer anderen Tierart. Forscher glauben fest daran, dass Tiere ebenso wie wir Menschen tiefe Freundschaften aufbauen können. In ihrem Gehirn gibt es ähnlich wie bei uns einen Bereich, der aktiviert wird, wenn sie sich über eine Begegnung mit anderen Lebewesen freuen. Das erklärt auch, warum sich ganz artfremde Tiere zusammenschließen und alles miteinander teilen. Bei uns am Wallersee sorgte im vergangenen Jahr ein einsamer Schwan für Aufsehen. Vielen Spaziergängern tat der schöne Wasservogel leid. Umso schöner war dann die Nachricht, dass er eine Freundin gefunden hatte. Dabei war es zwar kein Schwan, sondern eine weiße Ente, die gemeinsam mit ihm ihre Runden auf dem Wallersee drehte. Für ihre Treue sind vor allem Hunde bekannt. Sie lieben es, Teil eines Rudels, in diesem Fall der Familie, zu sein. Wegen seiner Treue berühmt wurde der japanische Hund Hachik. Er wurde 1923 geboren und kam zu seinem Besitzer, Professor Hidesabur Ueno. Jeden Morgen begleitete der treue Hund sein Herrchen zum Bahnhof und wartete abends bereits auf ihn. An einem Maitag im Jahr 1925 wartete er aber vergeblich. Der Professor war an einer Hirnblutung in der Universität verstorben. Hachik wurde von Uenos Gärtner adoptiert. Trotzdem kam er in den folgenden zehn Jahren an vielen Abenden zum Bahnsteig, um auf sein Herrchen zu warten. Der treue Rüde wurde so berühmt, dass es sogar Gedichte über ihn in japanischen Schulbüchern gibt.




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(SN)

Aufgerufen am 24.05.2018 um 02:36 auf https://www.sn.at/panorama/kinder/echt-tierische-freundschaften-23557273

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