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Ob zart cremig oder hart gefroren, ob zuckersüß oder fein säuerlich: Eiscreme ist einfach immer ein Hit. Aber wer hat das Eis eigentlich erfunden?

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Nicht
die Italiener, nein, die Chinesen waren es. Auch wenn wir heute an unsere südlichen Nachbarn denken, wenn es um den ultimativen Eistraum geht. Der
Ursprung der köstlichen Schleckerei liegt am anderen Ende der Welt.

Die Herrscher im antiken China hatten bereits riesige Eislager anlegen lassen. Von den Bergen wurden Eis und Schnee geholt und dann mit süßen Früchten und Honig vermischt. Damals war das Speiseeis eher wie ein Sorbet und nicht wie ein cremiges Milcheis, so wie wir es heute kennen. Geschmeckt muss es allen trotzdem haben - römische Kaiser schickten sogar besonders schnelle Läufer in die Berge, damit sie rasch an Nachschub kamen.

Und wie kam dann Italien ins Spiel? Die Südländer lieben bis heute ihre Granita, ein Speiseeis aus Wasser und Saft oder Fruchtpüree. Angeblich war es die italienische Prinzessin Katharina von Medici, die diese Spezialität vor 400 Jahren mit nach Frankreich brachte. Im Jahr 1775 erschien in Neapel das allererste Buch, in dem es nur um die Kunst ging, wie man das beste Eis zubereitet.

Außerdem findet die wichtigste Veranstaltung des Eiscreme-Universums in Italien statt: die Eisweltmeisterschaft "Coppa del Mondo della Gelateria". Alle zwei Jahre treffen sich die besten Eismacher im Ort Rimini und kämpfen in verschiedenen Kategorien um den obersten Platz am Podest.

Jedes Team besteht aus
einem Eismacher, einem Koch, einem Konditor und einem Eisbildhauer. Gemeinsam stellen sie sich den Prüfungen - wer macht die beste Eisskulptur, wer kreiert die beste Eiscremetorte, wer hat die besten Ideen für eine neue Geschmacksrichtung? Heuer haben sich die
Italiener die Goldmedaille geschnappt, auf dem zweiten Platz landeten die Japaner und die Bronzemedaille ging nach Argentinien.

Welche Sorte nun genau die schmackhafteste ist, das entscheidet ja jeder für sich. Die Lieblinge der Österreicher sind: Vanille, Haselnuss, Schokolade und Erdbeere. Eigentlich ganz schön langweilig, oder? Dabei gäbe es neuerdings auch Sorten wie Schokolade-Chili, Marillenknödel, Grießschmarrn-Kirsche oder weiße Nutella. Schokolade ist bei den meisten auf ihrer Lieblingseisliste und deshalb kommt hier für euch ein wunderbares
Rezept für selbst gemachtes Schleckvergnügen.
Rezept für cremiges, superschokoladiges Schokoladeneis:Dieses Rezept könnt ihr auch einfach mit eurer ganz persönlichen Lieblingsschokolade ausprobieren. Wir haben die Schoko-Lade geplündert und es mit einer Mischung aus Zartbitter- und Milchschokolade probiert.

Zutaten: drei Eigelb und ein ganzes Ei, zwei Esslöffel Staubzucker, 120 Gramm Schokolade, Schokostückchen oder Schokoraspeln nach Belieben, 250 Milliliter Schlagobers.

Zubereitung: Zuerst müsst ihr die drei Eigelb mit dem zusätzlichen Ei und dem Zucker in
einer Schüssel mit dem Mixer richtig schaumig rühren. Lasst euch da echt Zeit. Nun schmelzt ihr eure Schokolade über dem Wasserbad und lasst sie dann ein wenig abkühlen. Sobald die geschmolzene Schokolade Zimmertemperatur hat, vermischt ihr sie gut mit der Eiercreme. Nun könnt ihr den Schlag unterheben und, wenn ihr wollt, die
Schokostückchen (könnt ihr auch aus Schokoladenresten selbst herstellen) vorsichtig daruntermischen. Das Ganze kommt nun in eine Form, die für den Tiefkühler geeignet ist, und ab damit für mindestens vier Stunden in das Gefrierfach.

Tipp: Wenn ihr wollt, dass
euer Eis besonders cremig wird und sich weniger Eiskristalle bilden, dann nehmt die Eiscreme etwa alle halben Stunden aus dem Tiefkühler und rührt gut um. Und vor dem Servieren lasst eure Kreation bei Zimmertemperatur eine Viertelstunde antauen.

Aufgerufen am 14.08.2020 um 09:27 auf https://www.sn.at/panorama/kinder/eis-eis-baby-90811327

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