Kinder

Fahren wir bald alle elektrisch?

Alle reden über E-Autos. Die Kinder sind wieder einmal einen Schritt voraus: Sie haben längst elektrische Autos - sogar mit Fernsteuerung.

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Ein elektrisches Auto mit Fernsteuerung - das war vor 20 oder 30 Jahren noch ein echter Luxus. Trotzdem haben Kinder und Jugendliche auch damals schon begeistert damit gespielt. Aber: Damals musste man in die Autos noch Batterien einlegen und die waren ziemlich schnell verbraucht. Dazu kam, dass man sie zunächst gar nicht aufladen konnte - und später dann, da hat es stunden- oder tagelang gedauert, bis die Dinger wieder voll waren und man mit dem Elektroflitzer wieder durch die Wohnung oder die Garageneinfahrt sausen konnte.

Heute sind die Elektromotoren viel stärker und brauchen weniger Strom. Und vor allem gibt es für solche Spielsachen jetzt richtig gute Akkus. Die muss man nicht mehr wegschmeißen, sondern kann sie relativ schnell wieder aufladen. Das geht so weit, dass es heute schon teils um 20 Euro ferngesteuerte Spielzeughubschrauber zu kaufen gibt, mit denen man locker eine Viertelstunde lang herumschwirren kann - und die man dann einfach am Handyladegerät wieder auftankt.

Was das mit echten Elektroautos zu tun hat? Ganz einfach: All die Fortschritte in der Technik helfen den Autobauern heute, elektrisch betriebene Karossen zu bauen, mit denen man fast so weit fahren kann wie mit einem Benzin- oder Dieselauto. Und deshalb sind die Zeitungen und Fernsehnachrichten auch voll von dem Thema. Soll man sich jetzt schon ein E-Auto kaufen? Ist es noch zu teuer? Was sind die Vor- und Nachteile? Darüber machen sich momentan Politiker, Autofirmen und viele Eltern Gedanken. Was wäre also, wenn eure
Familie sich als nächstes Auto ein elektrisches kaufen würde?

Zunächst einmal müssten eure Eltern noch um einiges mehr Geld ausgeben als für
einen "normalen Stinker". Andererseits zahlt einen Teil der Kosten der Staat dazu. Warum? Weil E-Autos keine Abgase verursachen und das Klima weniger stark aufheizen als normale Pkw. Und deshalb möchte die Politik dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen elektrisch fahren. Man könnte also sagen: Wer mit einem etwas besseren Gewissen Auto fahren will, der kann sich ein E-Auto kaufen. Die sind übrigens auch leiser und beschleunigen meistens besser als andere Fahrzeuge. Und wenn man sich daheim eine Ladestation hinstellt, muss man auch nie wieder zur Tankstelle fahren und spart sich das Geld für den Treibstoff. Andererseits gibt es auch noch große Nachteile: Zum Beispiel dauert es immer noch recht lang, bis ein leer gefahrenes E-Auto wieder aufgeladen ist. Und es gibt entlang der Straßen noch viel, viel weniger E-Ladestationen, als es zum Beispiel Tankstellen gibt. Dazu kommt: Wenn es kalt ist, dann mag der Akku das nicht so gern, und man muss sogar noch öfter nachladen. Momentan ist es also eine ganz schön schwierige Entscheidung, welches neue Auto man anschafft.

Aufgerufen am 25.01.2021 um 10:16 auf https://www.sn.at/panorama/kinder/fahren-wir-bald-alle-elektrisch-84086755

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