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Fastenzeit: Mutiger "JonaKATER" erklärt Kindern den Propheten

Am Mittwoch hat die 40-tägige Fastenzeit begonnen. Die Zahl 40 erinnert aber noch an eine andere Geschichte. An die vom Propheten Jona und der Stadt Ninive.

Der „JonaKATER“ nimmt euch mit auf eine Reise nach Ninive.  SN/bibelwelt.at
Der „JonaKATER“ nimmt euch mit auf eine Reise nach Ninive.

In der Fastenzeit, also bis Ostern, halten sich Christen auf der ganzen Welt an bestimmte Regeln. Grundsätzlich heißt Fasten, dass man eine Zeit lang auf etwas verzichtet. Viele Leute essen in der Fastenzeit keine Schokolade oder kein Fleisch, andere versuchen, das Handy seltener zu benutzen.

"Fastentage führen zu einer Unterbrechung im Alltag und schaffen auf diese Weise Raum für Buße und Umkehr", erzählt Eduard Baumann. Er ist Theologe und Direktor der Salzburger Bibelwelt in der Stadtpfarrkirche St. Elisabeth. Er erklärt das Fasten so: "Wenn ich ständig an meine Lieblingseiscreme denke, kann ich mich nicht so gut konzentrieren. Fasten hat in der Bibel immer auch mit Konzentration auf das ganz Wichtige im Leben zu tun. Man soll nicht vergessen, dass wir zutiefst mit Gott verbunden sind und aus seiner Kraft leben, so, dass es allen Menschen gut geht."

Wenn ihr einmal nachzählt, dann kommt ihr drauf, dass es von Aschermittwoch bis Ostersonntag nicht vierzig, sondern 46 Tage sind. Das kommt daher, weil ab dem 5. Jahrhundert die Sonntage vom Fasten ausgenommen wurden.

Die Dauer von vierzig Tagen hat einen biblischen Hintergrund. Jesus hatte in der Wüste auch vierzig Tage lang gefastet. Die Zahl 40 erinnert aber noch an eine andere Geschichte. Nämlich an die vom Propheten Jona und von der Stadt Ninive. Die Menschen, die in der Stadt Ninive lebten, benahmen sich so, dass es Gott gar nicht gefallen hat. Also bekam Jona von Gott den Auftrag, dorthin zu reisen, um die Bewohner zu bekehren. Er sollte sie überzeugen, dass sie nur an den einen Gott glauben. Anfangs wollte Jona diesen Befehl gar nicht ausführen. Nach einer abenteuerlichen Reise kam er doch noch nach Ninive und verkündete den Bewohnern eine Frist von vierzig Tagen. Die Bürger bereuten ihre Laster, fasteten und beteten vierzig Tage lang. Das hat Gott wohl so gut gefallen, dass er den Untergang von ihrer Stadt fernhielt.
"Im Jonabuch ist es sehr schön, dass man durch das gemeinsame Fasten das Gebet zu Gott verstärken kann", erzählt Eduard Baumann. Der König befiehlt sogar, dass die Tiere mitfasten sollen - er denkt also an das gesamte Leben in seiner Stadt. Heinrich Wagner, der Pfarrer der Stadtpfarrkirche St. Elisabeth, und Eduard Baumann haben mit ihrem ganzen Team in der Bibelwelt eine außergewöhnliche Ausstellung rund um den Propheten Jona geschaffen. "Die Bibel ist für mich ein Buch mit tollen und spannenden Geschichten. Die wenigsten Menschen kennen diese Erzählungen. Und ich habe mir gedacht, ich möchte, dass man diese Geschichten hautnah erleben kann", erklärt Heinrich Wagner.

In der Bibelwelt ist der Prophet Jona ein großer Kater. Und ihr könnt selbst auch in die Maske einer Katze schlüpfen. Dann kraxelt ihr durch ein verwinkeltes Schiff, erlebt einen tosenden Sturm und landet sogar über eine Rutsche im Magen eines riesengroßen Fisches. Schlussendlich kommt ihr in Ninive an und: "Am Ende steht der "JonaKATER", mit dem wir zeigen, welchen Mut es braucht, in diese - aus Sicht des Propheten - gefährliche Stadt Ninive hineinzugehen", berichtet Eduard Baumann. Ihr bekommt in der Ausstellung einen Audioguide und hört so die dramatisierte Erzählung des Propheten Jona. Derzeit ist die Bibelwelt samstags und sonntags geöffnet. Alle weiteren Infos zum "JonaKATER" und den aktuellen Regeln findet ihr unter: www.bibelwelt.at

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