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Hitzekünstler: Dünne Beine, große Ohren

Heiß, heiß, Baby! Wie Tiere in sengender Hitze überleben.

Jedes Tier hat seine Art, mit der Hitze zurechtzukommen. Als Hitzekünstler gilt zum Beispiel der Wüstenfuchs. SN/privat
Jedes Tier hat seine Art, mit der Hitze zurechtzukommen. Als Hitzekünstler gilt zum Beispiel der Wüstenfuchs.

Eines vorweg, meine Lieben: Wer auf Dauer in einer heißen Umwelt überlebt, der hat schlechte Karten,
je bei einer Casting-Show für Models teilzunehmen.

Nehmen wir nur einmal die Wüstenrennameise, die man auf dem Foto rechts sieht. Mit ihren für ihre Körpergröße extrem langen und dünnen Beinchen sieht sie auf den ersten Blick aus wie eine Spinne. Aber es sind genau diese Beinchen, die diesem Hitzekünstler einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Insekten verschaffen. Die meisten Tiere sterben bei Temperaturen von mehr als 50 Grad Celsius den Hitzetod. Die in der Sahara beheimatete Wüstenrennameise hält es dagegen locker ein paar Minuten bei Temperaturen von bis zu 53 Grad Celsius aus. In diesen Minuten kann sie bequem tote und halbtote Insekten einsammeln und zum Verzehr in ihren Bau bringen. Andere Tricks, der Hitze zu trotzen, sind übergroße Ohren. Die großen Ohren des Wüstenfuchses und des Elefanten sind außergewöhnlich gut durchblutet, was dazu führt, dass sie sehr viel Wärme abstrahlen.

Die hitzebeständigsten Lebewesen auf unserem Planeten sind übrigens nicht in der Wüste daheim, sondern in der stockfinsteren Tiefsee. Es sind Bakterien namens Prokaryoten. Sie sind in heißen Quellen und hydrothermalen Schloten am Grund des Meeres daheim und fühlen sich bei Temperaturen von mehr als 80 Grad Celsius am wohlsten.





Aufgerufen am 12.12.2019 um 09:59 auf https://www.sn.at/panorama/kinder/hitzekuenstler-duenne-beine-grosse-ohren-72644317

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