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Seehunde an der Nordsee haben Grippe

Das Rätsel ist gelöst: Die Seehunde an der Nordsee haben die Grippe. Experten haben das herausgefunden.

Seehunde an der Nordsee haben Grippe SN/APA/dpa
Seehunde sterben an Grippe.

In den vergangenen Tagen war oft über die Seehunde an der Nordsee in Zeitungen, im Radio und im Fernsehen berichtet worden. Der Grund: Immer wieder waren kranke oder gar tote Tiere aufgetaucht. Auf den deutschen Inseln Helgoland, Sylt, Amrum und Föhr wurden bisher insgesamt 350 betroffene Seehunde gefunden. Fachleute haben sich die leblosen Körper angesehen. Sie wollten klären, was den Tieren fehlt.

Nun wissen die Experten: Die Seehunde leiden an der Grippe. Das ist der Grund, warum es im Bundesland Schleswig-Holstein im Norden Deutschlands ungewöhnlich viele tote oder schwer kranke Seehunde gibt. Ein Großteil der Seehunde hat sich damit angesteckt. Die Tiere haben nicht die Staupe. An dieser Krankheit waren vor einigen Jahren viele Seehunde gestorben.

Die Fachleute sagen: Spaziergänger sollen kranke oder tote Seehunde nicht anfassen. Diese Regel gilt immer, auch jetzt, wo die Tiere die Grippe haben. Hunde sollen am Strand angeleint werden, damit sie die Seehunde ebenfalls nicht berühren.

Seehunde leben nicht nur in Deutschland an der Nordsee. Auch in Dänemark und in den Niederlanden sind sie im Wattenmeer zu Hause. Derzeit gibt es dort etwa 40.000 Seehunde. In Schleswig-Holstein sind es etwa 12.000. Die Experten glauben, dass die Seehundgrippe etwas ganz Natürliches ist. Sie gehen davon aus, dass der Bestand der Seehunde insgesamt deswegen nicht in Gefahr ist.

Seehunde sind geschützt und dürfen nicht gejagt werden. Trotzdem gibt es sogenannte Seehundjäger. Sie arbeiten nach ganz bestimmten Regeln und kümmern sich um Tiere, die krank sind oder gestorben sind.

Quelle: SN

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