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SNuppi: Gute Nacht, schlummere schön - warum Schlaf so wichtig ist

Schlafen ist superwichtig und hält uns gesund. Körper und Geist erholen sich, wenn wir dösen. Und: Während der Nachtruhe wird auch gelernt.

Tief entspannt im Träumeland. SN/stock.adobe.com
Tief entspannt im Träumeland.

Außerdem erholen sich unsere Abwehrkräfte, wenn wir entspannt schlafen. "Jeder kennt das: Wenn man kränklich ist und dann nicht gut schläft, ist man oft am nächsten Tag wirklich krank", erzählt Manuel Schabus. Er weiß genau, was der Schlaf alles für uns tut. Er ist nämlich Leiter des Schlaflabors der Uni Salzburg.

Die Experten haben herausgefunden, dass Kinder gerne einmal grantig sind, wenn sie zu wenig schlafen. Das heißt, dass sie dann eher streiten. Kennt jeder, oder? Ihr könnt euch auch schlechter konzentrieren, wenn ihr übernächtig seid. Das Gehirn ist dann nämlich in einer Art Notmodus und kann weniger Neues aufnehmen.

Und was kann ich tun, um gut zu schlafen? Möglichst wenige Lichtquellen während der Nachtruhe, besonders das Handylicht stört gesunden Schlaf. Ein aufregender Film, wilde Actionszenen und Verfolgungsjagden kurz vor dem Zubettgehen? Gar nicht gut. Unser Gehirn und unser Körper brauchen Zeit zum Runterkommen vor dem Einschlafen. Gut wären auch regelmäßige Einschlaf- und Weckzeiten.

Kerstin Hödlmoser forscht im Schlaflabor, wie bei Kindern Schlaf und das grobmotorische Lernen zusammenhängen. Oder wie Handys den Schlaf beeinflussen. Was ein wenig kompliziert klingt, bedeutet, dass die Forscher herausfinden wollen, ob Schlaf Kindern hilft, Bewegungsabläufe leichter zu lernen. Wenn man normalerweise etwas lernt, wie das Radlfahren, dann muss man am Anfang echt konzentriert üben und sich anstrengen. Und irgendwann funktioniert es von selbst und man denkt gar nicht mehr daran. Alle Sportarten, die wir lernen, laufen so ab. Das nennt man "automatisiert" oder "unbewusst". "Und wir schauen uns dann eben an, ob guter Schlaf den Kindern hilft, etwas leichter zu lernen", sagt Manuel Schabus. Etwas Spannendes haben die Experten bereits herausgefunden, als Kinder beispielsweise versuchen sollten, etwas ganz Komisches zu lernen. Etwa verkehrt mit dem Rad zu fahren. Das ist so anders, dass das Gehirn merkt, dass es keinen Sinn macht. Und es dann gleich wieder vergisst - umso mehr, je mehr wir schlafen. Denn: "Je mehr geschlafen wird, umso weniger wird das unübliche Verhalten gespeichert."

Bei anderen Dingen ist es umgekehrt, beim Jonglieren zum Beispiel. "Wenn ich gut schlafe, wirkt sich das aus und ich werde besser."

Also, guter Schlaf ist in jedem Fall spitze. Und wer ist von allen Lebewesen die Oberschlafmütze? Wir Menschen stehen ziemlich in der Mitte, wir verbringen ungefähr ein Drittel unseres Lebens schlafend. Die kleinen Babys schlafen nach der Geburt teilweise 16 Stunden des Tages. Im Schulalter brauchen Kinder neun bis elf Stunden. Und sind wir 18 Jahre alt, dann pendelt es sich bei sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht ein.

Manche Tiere schlafen wesentlich weniger. Nämlich die, die wegen ihrer natürlichen Feinde ständig auf der Hut sein müssen. Kurzschläfer sind auch die, die häufig fressen. Die Giraffe mützelt nur etwa zwei Stunden. Die hat haufenweise Feinde, ist ziemlich groß und muss viel futtern. Dagegen sind Fledermäuse richtige Schnarchnasen: "Die können entspannt abhängen, weil sie wenig Feinde haben." Zwanzig Stunden am Tag schlafen manche Arten. Na dann: Gute Nacht!

Aufgerufen am 07.05.2021 um 07:58 auf https://www.sn.at/panorama/kinder/snuppi-gute-nacht-schlummere-schoen-warum-schlaf-so-wichtig-ist-103044565

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