Kinder

So ein Gefühlschaos

Manchmal könnten wir vor Freude Bäume ausreißen. Ein anderes Mal schlottern wir vor Angst. Warum das so ist und wie du deine Angst ein bisschen austricksen kannst.

Viele Kinder leiden unter Prüfungsangst. SN/olga yakovenko/stock.adope.com
Viele Kinder leiden unter Prüfungsangst.

Kennst du das? Wenn der Lehrer am Tag der Schularbeit das Klassenzimmer betritt, wird vielen Schülern flau im Magen. Die Atmung wird ein bisschen schneller, manchen wird heiß, anderen ganz kalt.

Der Grund dafür ist das Gefühl der Angst. "Kann ich das schaffen? Habe ich mir alles gemerkt? Was, wenn ich alles vergessen habe?" Solche und andere Gedanken führen dazu, dass Tests und Schularbeiten unangenehme Gefühle auslösen.

Auf der ganzen Welt haben Menschen ähnliche Gefühle. Sie sind uns angeboren. Forscher streiten zwar immer wieder über die genaue Einteilung. Aber zu den fünf wichtigsten Gefühlen (auch Emotionen genannt) gehören neben der Angst noch die Wut, die Trauer, der Ekel und die Freude. Die Freude ist uns allen bestimmt am liebsten. Wenn wir ein Geschenk bekommen, einen lieben Freund treffen oder eine gute Note bekommen, dann lacht unser Herz. Von Freude können wir gar nicht genug bekommen! Darum tun wir Dinge, die uns Freude bereiten, auch so gerne - wie spielen oder lustige Filme ansehen. Der Ekel schützt uns seit Urzeiten vor Gefahren. Wenn etwas bitter schmeckt oder grausig aussieht, ekeln wir uns davor. Das hat den Zweck, dass wir keine verdorbenen oder giftigen Lebensmittel essen.

Richtig nervig sind dagegen unangenehme Gefühle. Wenn uns etwas ärgert, geht es uns nicht gut. Wenn wir nicht mitspielen dürfen, fühlen wir uns traurig. Diese negativen Gefühle gehören zu unserem Leben genauso dazu wie die angenehmen. Die Angst zum Beispiel ist wie eine Art Feuermelder und schützt uns vor Gefahren. Trauer ist ebenso wichtig, damit man schwere Schicksalsschläge gut verarbeiten kann - zum Beispiel, wenn das geliebte Haustier gestorben ist. Spannend ist auch, dass unsere Gefühle, Gedanken und unser Körper eng zusammenhängen. Wenn wir uns traurig fühlen, hilft es, an eine schöne Erinnerung zu denken. Das funktioniert übrigens auch bei der Prüfungsangst - statt sich noch mehr Angst einzureden, hilft es, sich selbst zu motivieren: "Das schaffst du. Du hast genug gelernt." Dazu ein paar Mal tief durchatmen, kurz strecken und aufrichten. Damit sagst du deinem Körper, dass du dich stark und bereit fühlst. Je öfter du das übst, desto besser. Dieser Trick funktioniert natürlich nur, wenn du auch wirklich genug gelernt hast.

Hier gibt's den Artikel als pdf zum Downloaden.

(SN)

Aufgerufen am 19.02.2018 um 03:07 auf https://www.sn.at/panorama/kinder/so-ein-gefuehlschaos-23845915

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