Kinder

So ein Mist: Kurioses Müll-Wissen

Ein Riesenmüllklumpen und 400 Jahre Plastiksackerl. Ein neues Buch nähert sich dem Thema Mist von vielen Seiten. Wir haben uns ein paar kuriose Infos herausgesucht.

Alles über Müll: Ein neues Sachbuch für Kinder widmet sich dem Thema Mist. SN/APA (AFP)/GAETAN BALLY
Alles über Müll: Ein neues Sachbuch für Kinder widmet sich dem Thema Mist.

Alle kennen ihn, alle machen ihn: Mist. Zwei Autorinnen haben ein Buch über all das geschrieben, wovor wir normalerweise Augen und Nase verschließen. Wir verlosen drei Exemplare von "So ein Mist" unter snuppi@sn.at. Ein paar kuriose Infos daraus haben wir für euch herausgesucht.

Das Monster von Whitechapel: Neun Wochen wurde in der Londoner Kanalisation geschuftet, um einen riesigen Fettkloß zu beseitigen. Der 250 Meter lange Riesenklumpen war so schwer wie zehn Doppeldeckerbusse und bestand aus hart gewordenem Kochfett, Feuchttüchern und Windeln.

Wir verbringen insgesamt ein ganzes Jahr unseres Lebens auf dem Klo. Dabei werden wir einiges los: zwischen 1,5 und 2 Liter Urin pro Tag und bis zu ein Kilogramm Kot pro großem Geschäft.

Was nicht im Klo hinuntergespült werden darf: Essensreste, Salat- und sonstige Öle, Hygieneartikel wie Babywindeln, Zigarettenstummel, Katzenstreu, Strumpf- und Unterhosen, Farben und Lacke, Medikamente und Batterien.

Jede Minute wird Millionen von Menschen beim Einkaufen ein Plastiksackerl in die Hand gedrückt, das im Schnitt zwölf Minuten lang verwendet wird. 400 Jahre lang braucht die Natur danach, bis es sich vollständig zersetzt hat. Und so lang benötigen diese Stoffe dafür: Apfelbutz: 2 Wochen; Bananenschale: 2 Jahre; Glasflasche: 4000 Jahre; Kaugummi: 5 Jahre; Aludose: 100 Jahre.

Wenn uns vor der muffelnden Biomülltonne oder einem dampfenden Hundehaufen ekelt, hat das nichts mit Zimperlichkeit zu tun. Im Gegenteil - schlechter Geruch oder gar Gestank löst in unserem Körper eine Art Alarm aus, der uns vor "Ungesundem" fernhalten soll.

Treibhausgase sind in der natürlichen Atmosphäre (Lufthülle) der Erde enthalten. Sie nehmen die Wärme unseres Planeten auf und strahlen sie wieder zurück. Dadurch wird es auf der Erde nicht zu kalt. Mittlerweile ist der Anteil an Treibhausgasen in der Atmosphäre jedoch derart hoch, dass sich die Erdkugel zu stark erwärmt. Das Treibhausgas Methan (CH4) etwa wird über das Gras in den Mägen von Wiederkäuern wie Rindern oder Schafen erzeugt. Mit jedem Rülpser und jedem Pups blasen die Tiere Methangas in die Atmosphäre.

Eine einzige gerauchte Zigarette verbreitet so viel Feinstaub wie ein Dieselmotor ohne Partikelfilter, der eineinhalb Stunden läuft.

Appetit auf Plastik: Plastik verwittert zwar, verrottet aber nicht, weil kein Kleinstlebewesen Kunststoffe verdauen kann - zumindest ging man davon aus. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass manche Pilze und Bakterien sowie die Larven von Wachsmotten den Kunststoff Polyethylen abbauen. Nun versucht man herauszufinden, wie genau sie das Plastik verdauen. Vielleicht lässt sich der Ablauf nachahmen und im großen Ausmaß bei unseren Plastikmüllbergen einsetzen.
Wer weiterlesen möchte:
So ein Mist.Melanie Laibl und Lili Richter. Tyrolia Verlag, 2018.

Quelle: SN

Aufgerufen am 16.09.2019 um 10:46 auf https://www.sn.at/panorama/kinder/so-ein-mist-kurioses-muell-wissen-65360287

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