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So ein tierischer Sound - die Geräuschwelt im Zoo

Was ist denn heute im Salzburger Zoo los? Aus dem Afrikadorf tönt es ganz ungewohnt.

Tierisches Publikum für die Geigerinnen. SN/mozarteumorchester/zoo salzburg
Tierisches Publikum für die Geigerinnen.

Wie Geigenspiel klingt es. Kann denn das sein? Wo doch im Afrikadorf die Esel und die Watussi-Rinder normalerweise den Ton angeben. Wie Esel sehen die beiden Gestalten nicht aus. Zwei hübsche Geigerinnen stehen umringt von neugierigen Tieren. Als sie beginnen zu musizieren, stimmen die Esel sofort mit ein und rufen mit den Instrumenten um die Wette. Verirrt haben sich die beiden Damen nicht. Das soll schon so sein. Hier wird nämlich gedreht.

Das Mozarteumorchester bringt gemeinsam mit dem Salzburger Landestheater das musikalische Werk "Karneval der Tiere" (vom französischen Komponisten Camille Saint-Saëns) auf die virtuelle Bühne. Das Resultat könnt ihr exklusiv ab 21. März abrufen auf www.sn.at/kultur (der Stream ist vorerst für eine Woche verfügbar). Um zu sehen, was die Tiere davon halten, haben eben ein paar Musiker samt Instrumenten die Zoobewohner besucht.

Manche Tiere sind neugierig und aufgeregt, andere juckt es kaum, was gerade geschieht. Das ist auch bei den Tieren untereinander verschieden. Manche Tiere reagieren stark auf die Laute der anderen. "Gerade bei den Wölfen und den Weißhandgibbons ist das so", sagt Ulrike Ulmann, die Pressesprecherin des Zoos. Nicht nur das Geschrei der Mitbewohner löst Reaktionen aus: "Wenn am Samstag mittags um zwölf Uhr die Sirene tönt, dann beginnen die Gibbons zu singen und die Wölfe heulen." Auch das Horn der Feuerwehr lockt manchen Ton aus den Zoobewohnern.

Von einigen Tieren würde man die Geräusche, die sie von sich geben können, gar nicht erwarten. Gleich beim Eingang schwingen sich die Weißhandgibbons von Ast zu Ast. Hört man sie zum ersten Mal rufen, dann ist das sehr überraschend. Wenn die sich untereinander verständigen, dann klingt das nicht wie Schreien oder Affengebrüll. Es hört sich an wie ein ungewöhnlicher Gesang. Auch den Brillenpinguinen würde man so manchen Ton nicht zuordnen: Die können richtig laut sein. "Ihre Rufe ähneln dem Geschrei eines Esels", erzählt Ulrike Ulmann. Deshalb werden diese Pinguine im Englischen auch "Jackass"-Pinguine genannt. Das bedeutet "Esel-Pinguine". Und wer sind die stillsten Bewohner des Zoos? "Das sind die kleineren Tiere, wie die Zebramangusten." Aber auch die großen Nashörner sind - was Lärmbelästigung angeht - sehr angenehme Nachbarn. "Die Schnauben nur hin und wieder kräftig."

Bei manchen Arten muss man schon genauer hinhören oder sich mehr Zeit nehmen, um deren feine Geräusche mitzubekommen. Bei den Präriehunden ist das so: "Wenn man sich mal länger vor deren Gehege stellt, bekommt man mit, dass es da einen gibt, der immer oben auf dem Baumstamm sitzt. Das ist der Aufpasser und der lässt schon mal einen ordentlichen Warnschrei los, wenn er meint, es droht Gefahr von oben." Nicht nur bei Gefahr rufen Tiere, auch wenn sie aufgeregt sind, einen attraktiven Partner anlocken wollen oder wenn sie Hunger haben.

Einer, der dann besonders laut wird, ist der Löwe. "Wenn der brüllt, hört man das ganz weit", sagt Ulrike Ulmann. Auch die Esel laufen dann zur Höchstform auf. "Wenn die Pfleger später dran sind und das Futter ist noch nicht da, dann beschwert sich so ein Esel schon mal ordentlich."

Aufgerufen am 18.10.2021 um 11:31 auf https://www.sn.at/panorama/kinder/so-ein-tierischer-sound-die-geraeuschwelt-im-zoo-100916803

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