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So füttert ihr richtig

Eine Futterstelle hilft den Vögeln beim Überwintern. Allerdings: Wenn das Vogelhaus nicht sauber ist, können sich die Tiere Krankheiten holen. Hier die wichtigsten Tipps.

 SN/fotolia/johansson, blickdichtes

Ein Futterhaus für die Vögel: Das ist eine tolle Sache. Die Piepmätze finden dort im Winter genug zu fressen. Und wir können sie aus nächster Nähe beobachten. Wichtig ist es allerdings, bei der Fütterung einige Regeln zu beachten.

Was füttern?
Am besten ist es, unterschiedliches Vogelfutter zu verwenden. So kann man verschiedene Vogelarten zur Futterstelle locken - also: Sonnenblumenkerne, kleine Samen (Hanf, Leinsamen), Nüsse, Fettfutter wie Meisenknödel oder Meisenringe und Weichfutter (getrocknete Beeren, Haferflocken).

Welche Futterspender?
Zu empfehlen sind Futtersäulen oder Futtersilos. Dort sitzen die Vögel am Rand und nicht direkt auf dem Futter. Der Vorteil: Der Kot kann nicht auf das Futter fallen. Genau das passiert oft bei herkömmlichen Futterhäuschen (siehe kleines Bild). Das Problem: Der Kot im Futter kann die Vögel krank machen. Offene Vogelhäuser sollten deshalb öfter mit heißem Wasser gereinigt werden. Das Futter sollte auch nicht nass werden - verschimmeltes Futter ist schlecht für die Tiere.

Wo füttern?

Ideal ist ein Platz, wo sich Katzen nicht unbemerkt anschleichen können. Außerdem sollten Sträucher in der Nähe sein, damit sich die Vögel von dort der Futterstelle nähern können.

Wie lang füttern?
Den ganzen Winter hindurch, damit sich die Vögel auf die Versorgung verlassen können. Auch zu Frühlingsbeginn kann man noch füttern - schließlich kann der Winter auch im April noch einmal vorbeischauen.

Soll man auch im Sommer füttern?
Die einen sagen: Nein! Weil die Vögel im Sommer genug Nahrung fänden. Andere sagen, die Ganzjahresfütterung sei wichtig, weil es immer weniger Insekten gebe und die Vögel deshalb auch im Sommer zu wenig zu fressen hätten. Aber Vorsicht! Im Sommer kann es sein, dass sich die Vögel an den Wassertränken mit "Trichomonaden" anstecken. Das sind tödliche Krankheitserreger. Gefährdet sind vor allem die Grünfinken. Ob eine Ganzjahresfütterung nun wirklich nötig ist oder nicht - da sind sich auch die Wissenschafter nicht ganz einig. Christine Medicus, die Vogelexpertin im Haus der Natur in Salzburg, sagt, sie füttere die Vögel das ganze Jahr über. Zu ihrer Futterstelle kämen im Frühling und in der Brutzeit genau so viele Vögel wie im Winter. Und auch im Sommer sei das Futter eine Hilfe. "Da sind die Jungvögel hier. Denn bei Kälte und Nässe tun sich die Altvögel oft schwer, Insektennahrung zu finden."

Weitere Infos gibt es auf www.birdlife.at - dort kann man auch die Gratis-Broschüre "Gefiederte Gäste am Futterhaus" mit Tipps zur Winterfütterung bestellen: und zwar unter 01/522 22 28 oder über office@birdlife.at
Infos auch auf: www.nabu.de

Hier gibt's den Artikel als pdf zum Downloaden.

Aufgerufen am 22.04.2018 um 11:50 auf https://www.sn.at/panorama/kinder/so-fuettert-ihr-richtig-21364075

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