Kinder

Stress, lass nach!

Noten- und Leistungsdruck. Tipps, wie man es leichter durch die stressige Lernzeit schafft.

Heim von der Schule und ab an den Schreibtisch, Hausaufgaben machen oder für die Schularbeit lernen. Und schon wieder bleibt keine Zeit, einfach mal auf der Couch eine Runde am Tablet zu spielen oder sich mit der besten Freundin zu treffen. Kennst du das?

Gerade in den letzten Wochen bevor die Zeugnisnoten feststehen, wächst der Lernstress vielen Schülern über den Kopf. "Leistungsdruck kennen schon Kinder im Kindergartenalter", sagt Schulpsychologin Helene Mainoni-Humer. Warum? "Weil sich jeder Mensch, jedes Kind, mit anderen vergleicht. Wir wollen alle bei den Besten sein. Dann bekommen wir Anerkennung und Lob. Kinder sehen das bei ihren älteren Geschwistern oder bei den Eltern. Wenn wir merken, dass andere besser sind als wir, dann stresst uns das."

Bei Stress fühlen wir uns unwohl, wir bekommen Kopfweh oder Magenschmerzen, manchen wird übel oder sie erröten leichter. "Wer im Fußballtraining immer der Letzte ist, der in eine Mannschaft gewählt wird, wird irgendwann nicht mehr ins Fußballtraining gehen, weil er die Situation meiden will", erklärt Mainoni-Humer. "Oder er wählt eine zweite Strategie: Er regt sich auf, weil er die Situation als ungerecht empfindet."

Stress haben auch Eltern, darum fällt ihnen vielleicht gar nicht auf, unter welchen Belastungen ihre Kinder leiden. Belastungen, die oft mit der Erwartungshaltung der Eltern zusammenhängen: Sie wollen, dass ihre Kinder es auf diese oder jene Schule schaffen. "Mit zehn Jahren kann ich meinen Eltern aber schon klarmachen: ,Hört mir zu, was mir Freude macht und wo meine Interessen liegen.' Dann kann man gemeinsam entscheiden, wie es weitergeht", sagt Mainoni-Humer. Mit jemandem darüber reden, dass es einem nicht gut geht, ist das Wichtigste: ob das nun die Mutter, der Vater, der Lehrer oder die beste Freundin ist.

Maria Mackinger

Besser Lernen:

Fixer Lernplatz, klare Abläufe, Pausen machen:

Wer seine Lernsituation verbessern will, sollte seinen Arbeitsplatz auf Vordermann bringen:

Immer am selben Platz lernen - das muss kein eigener Raum sein, ein Schreibtisch an einem hellen, gut durchlüfteten Platz reicht.
Den Ablauf strukturieren nach der Schule, je nach deinem Rhythmus. Zum Beispiel: Erst essen, dann etwas entspannen, dann Hausaufgaben machen, dann vorbereiten. Danach Freizeit.
Bitte deine Eltern, dass sie über deine Hausaufgaben noch einmal drüberschauen: "Können wir das morgen so abgeben?"
Pausen machen, wenn nichts mehr weitergeht: Aufstehen, Fenster aufmachen, eine Turnübung machen. Und jemanden um Hilfe bitten, der bei der Aufgabe weiterhelfen kann.

Mit Freunden lernen ist immer eine gute Idee: Man kann sich gegenseitig stärken und auch weiterhelfen.

Hier gibt's den Artikel als pdf zum Downloaden.

Quelle: SN

Aufgerufen am 24.08.2019 um 07:34 auf https://www.sn.at/panorama/kinder/stress-lass-nach-64127146

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