Von Luft und Lennon

Diesel-Fahrverbot: Hamburg sperrt zwei Straßen. Deswegen lässt kein Mensch sein Auto stehen.

Autorenbild
 SN/dpa

John Lennon würde wahrscheinlich lachen über die Fahrverbote in Hamburg. Seit vergangener Woche sind dort zwei Straßen für ältere Dieselautos gesperrt. Es sind in etwa zwei Kilometer. Die Fahrer der alten Stinker nehmen seitdem entweder Umwege oder ignorieren das Verbot, weil es nur schwierig, nämlich nur durch einen Blick in die Fahrzeugpapiere, zu kontrollieren ist. Bei den Anwohnern reichten die Reaktionen in den ersten Tagen von Desinteresse bis Wut. Die Sinnhaftigkeit des Verbots ist für viele kaum zu erkennen. Und der große Wurf ist es tatsächlich nicht. Visionen klingen größer. Stellt euch vor, wie die Welt ohne feindliche Länder wäre, ohne Gier, ohne Besitztümer, ohne Religionen. So malte sich John Lennon die Welt in seinem Song "Imagine" aus. Imagine there's no Diesel. And no Benziner too. Das Hamburger Fahrverbot ist ein kleiner Schritt, der klar macht, dass man sich nichts Größeres vorgenommen hat.

Weiterlesen mit dem SN-Digitalabo

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 14.08.2018 um 09:30 auf https://www.sn.at/panorama/klimawandel/von-luft-und-lennon-28827991