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Pflege in besten Händen

Küss' die Hand! Hände sind so etwas wie eine Visitenkarte, schöne Hände ein Zeichen von Attraktivität. Wind, Sonne und Kälte können sie aber ebenso "ruinieren" wie Wasser und Putzmittel. Dagegen hilft nur eines: Schutz und Pflege.

Schöne Hände sind, wie ebenmäßige, klare Haut, ein Attraktivitätsmerkmal. Saubere, gepflegte Hände machen immer einen guten Eindruck.

Hände sind Schwer- und Vielarbeiter, für kraftvolles Zupacken ebenso zuständig wie für feine Arbeiten, die Fingerspitzengefühl verlangen. Von ihrem Aufbau her sind sie eigentlich ganz gut für ihre Arbeit gerüstet: Robuste Sehnen schützen vor Verletzungen und ein dichtes Nervengeflecht informiert über Hitze, Kälte und darüber, wie sich Dinge anfühlen.

Aber: Hände sind auch unterschiedlichsten Einflüssen - Hitze, Kälte, Wasser, Reinigungsmitteln - ausgesetzt. Schon das mehrmals tägliche Händewaschen, über dessen Notwendigkeit ja kein Zweifel besteht, entzieht der Haut Feuchtigkeit und schützendes Fett. Und auch der Zahn der Zeit nagt am Aussehen der Hände. Schützt man sie nicht gut vor ihren "Feinden", allen voran UV-Strahlung, Kälte und Wasser, zeigen sich rasch die typischen Zeichen der Hautalterung. Die Haut wird trocken, die Nägel spröde. Da die Haut der Hände auf dem Handrücken kaum Unterhautfettgewebe und vergleichsweise wenige Talgdrüsen aufweist, reagiert sie besonders empfindlich auf Fett- und Feuchtigkeitsverlust. Sie verliert an Elastizität, sie ist weniger dicht und weniger straff, es zeigen sich Pigmentflecken.

Sollen die Hände schön bleiben, brauchen sie konsequente Pflege, die den Alterungsprozess deutlich - und deutlich sichtbar - verlangsamen kann.

Sauber auf die sanfte Tour

Handpflege beginnt streng genommen schon mit einer geeigneten Reinigung. Beim Händewaschen werden der Haut Fette und Feuchtigkeit entzogen. Weil vor allem heißes Wasser die Haut regelrecht auslaugen kann, sollte man die Hände lieber nur mit lauwarmem Wasser waschen. Und das am besten mit pH-neutralen, milden Reinigungsprodukten. Dann die Hände gut abtrocknen und danach eincremen. Vor allem, wenn die Haut der Hände trocken oder vielen Belastungen ausgesetzt ist, ist das Eincremen nach jedem Waschen dringend angeraten.

Was die Hände brauchen

An Handpflegeprodukten herrscht kein Mangel. Unter anderem deshalb nicht, weil es bei der Wahl des Pflegeproduktes einen großen Unterschied macht, welchen Belastungen die Hände tagsüber ausgesetzt sind. Hände, die sehr oft mit Wasser oder Chemikalien wie Reinigungs- und Desinfektionsmitteln in Berührung kommen, haben andere Anforderungen an eine Handpflege als Hände, die durch Büroarbeit zwar "geschont", dadurch aber troztdem auch gereizt werden können. Bei Arbeiten mit Papier kann es nämlich zu einer starken Entfettung der Haut und letztlich zu Barrierestörungen kommen, die durch Papierfüllstoffe noch intensiviert werden. Diese Füllstoffe haben die gleiche Wirkung wie hartes Wasser, eine der häufigsten Ursachen für raue, rissige Haut.

Handcremen enthalten neben Wasser (60 bis 80 Prozent) vor allem Inhaltsstoffe, die Feuchtigkeit in die Haut bringen und sie in der Haut binden. Glycerin, Lanolin und Urea (ein natürlicher Bestandteil unserer Haut) sind hier Klassiker. Aber auch Öle (Olivenöl, Weizenkeimöl, Avocadoöl oder Mandelöl) oder Sheabutter, Ceramide, Hyaluronsäure oder Squalan (ein Bestandteil des Hauttalges - für kosmetische Zwecke wird das durchsichtige, völlig geruchsneutrale Öl aus Oliven gewonnen) sind für schöne Hände im Einsatz. Ihnen zur Seite stehen Wirkstoffe wie die (Pro)-Vitamine A, C, E, D-Panthenol, Biotin und Niacin, die die Regeneration der Haut fördern oder hautberuhigende Wirkstoffe sowie Lichtschutzfilter, um Pigmentflecken zu verhindern.

Handschuhe tragen - bei Tag und in der Nacht

Vor Schaden bewahren kann man die Hände, indem man Handschuhe trägt. Nicht nur, wenn es kalt ist, sondern vor allem auch bei der Haus- und Gartenarbeit. Das beugt trockenen Händen vor, die Haut bleibt weich und geschmeidig. Intensiv gepflegt können Hände über Nacht werden. Dazu die Hände dick mit Allzweck- oder Handcreme eincremen, Baumwollhandschuhe darüber ziehen, schlafen gehen und über Nacht wirken lassen.

Die Nägel nicht vergessen

Schöne Hände verlangen nach ebenso schönen und gesunden Fingernägeln. Sind die aber brüchig oder spröde, kann ein altes Hausmittel Abhilfe schaffen. Ein- bis zwei Mal pro Woche die Fingerspitzen in lauwarmem Olivenöl tunken. Das stärkt Nägel und Nagelbett. Ebenfalls empfehlenswert ist es, die Handcreme (oder spezielle Nagelöle bzw. -cremen) in die Fingernägel und das Nagelbett einzumassieren.

Aufgerufen am 23.07.2018 um 12:13 auf https://www.sn.at/panorama/lifestyle/pflege-in-besten-haenden-25589647

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