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Wissen, wo der Pfeffer wächst

Die Würze des Lebens wartet jeden Donnerstag auf der Schranne - beim Stand von Antje Schilbach.

Wissen, wo der Pfeffer wächst SN/DORIS MAIER
Antje Schilbach pfeffert die Schranne. 

Gewürze sollen sogar den Bau der Cheopspyramide gefördert haben. Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. wurden den Arbeitern bei der Errichtung der Pyramide zur Förderung von Kraft und Ausdauer reichlich Gewürze verabreicht.

Heutzutage verabreicht Antje Schilbach aus Bayern Besuchern der Salzburger Schranne auf dem Mirabellplatz (ihr Stand verläuft parallel zur Schrannengasse) eine üppige Fülle an Gewürzen, allen voran natürlich verschiedenste Pfeffersorten.

Indische Quellen bezeugen, dass Pfeffer schon vor 4000 Jahren kultiviert wurde. Erst um 500 v. Chr. soll Pfeffer nach Europa gelangt sein. Die weite Reise des Pfeffers führte damals zu recht "gepfefferten" Preisen.

Bei Schilbachs Marktstand sind auch Mönchspfeffer, Szechuanpfeffer und Piment zu entdecken, allesamt sogenannte falsche Pfeffer. So wie auch rosa Pfeffer, die Schinusbeere. Als Farbtupfer in bunten Pfeffermischungen ist sie schuld daran, dass die Pfeffermühle à la longue verstopft. Die brüchigen Fruchtschalen verkleben das Mahlwerk. "Auch Piment macht die Mühlen kaputt", so Antje Schilbach. Diesen Nelkenpfeffer sollte man besser kurz vor Gebrauch mörsern.

PS: Leider ist nicht jede "öffentliche" Pfeffermühle mit Qualitätspfeffer gefüllt. Daher reise ich als Pfeffer-Fetischistin immer mit eigener Mini-Pfeffermühle.

Die Autorin ist Kulinarikjournalistin und Buchautorin.

Quelle: SN

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