Medien

Britische Medienaufseher legen sich mit russischem Sender an

Die britische Medienaufsicht Ofcom geht gegen den russischen Fernsehsender RT vor. Dieser habe im März und April etwa in der Berichterstattung über die Vergiftung des früheren Spions Sergej Skripal und dessen Tochter gegen die Regeln verstoßen.

Symbolbild. SN/picturedesk.com/kochetkov
Symbolbild.

"Insgesamt stellen die sieben Verstöße eine schwerwiegende Nichteinhaltung unserer Rundfunkvorschriften dar", erklärte Ofcom am Donnerstag.

"Wir haben RT gesagt, dass wir beabsichtigen, eine gesetzliche Sanktion zu erwägen." RT erklärte, man sei von den Schlussfolgerungen von Ofcom "extrem enttäuscht" und werde in Kürze die nächsten Schritte beschließen.

Der ehemalige russische Doppelagent Skripal und seine Tochter waren am 4. März vor einem Einkaufszentrum in der südenglischen Stadt Salisbury bewusstlos aufgefunden worden. Nach Angaben britischer und internationaler Chemiewaffeninspektoren wurden sie mit dem in der Sowjetunion in den 70er und 80er-Jahren entwickelten Nervengift Nowitschok attackiert. Großbritannien und andere westliche Staaten machen dafür Russland verantwortlich. Die Regierung in Moskau hat dies zurückgewiesen.

Quelle: Apa/Reuters

Aufgerufen am 29.11.2020 um 02:44 auf https://www.sn.at/panorama/medien/britische-medienaufseher-legen-sich-mit-russischem-sender-an-62833429

Kommentare

Schlagzeilen