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"Charlie-Hebdo"-Anschlag: Staatsanwaltschaft will Strafprozess

Fast vier Jahre nach dem islamistischen Terroranschlag auf die Redaktion des Pariser Satiremagazins "Charlie Hebdo" zeichnet sich ein künftiger Strafprozess gegen mutmaßliche Unterstützer der Attentäter ab.

 SN/APA (Archiv)/GEORG HOCHMUTH

Die Pariser Staatsanwaltschaft beantragte nach eigenen Angaben vom Freitag, 14 Verdächtige vor ein Geschworenengericht zu stellen. Nun müssen ergänzenden Angaben zufolge Ermittlungsrichter entscheiden, ob sie diesem Antrag ganz oder teilweise folgen. Wann der Prozess stattfinden könnte, blieb offen.

Bei dem Anschlag auf "Charlie Hebdo", eine Polizistin und einen jüdischen Supermarkt waren im Jänner 2015 zusammen 17 Menschen aus dem Leben gerissen worden. Die drei islamistischen Täter wurden von der Polizei erschossen.

Die Ermittlungen der Justiz betreffen die gesamte Anschlagsserie, die sich über mehrere Tage hinzog. Die Angriffe leiteten eine beispiellose Terrorserie in Frankreich ein, bei der zusammen rund 250 Menschen starben.

Der laut Medien im afrikanischen Dschibuti in Gewahrsam genommene mutmaßliche Dschihadist Peter Cherif gehöre nicht zum Kreis der potenziell Angeklagten, bestätigten Justizkreise. Es gebe wegen der Anschläge vom Jänner 2015 keinen Haftbefehl gegen den aus Paris stammenden Mann. Der Verdächtige soll nach übereinstimmenden französischen Medienberichten Verbindungen zu den "Charlie-Hebdo"- Attentätern Cherif und Said Kouachi gehabt haben.

Quelle: Apa/Dpa

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