Medien

China erhöht den politischen Druck auf Apple

Eine App und das Musikangebot stören die Staatsmacht.

Die iPhone-App HKmap ist der chinesischen Führung ein Dorn im Auge. Anwender können damit die Polizeiaktivitäten während der Proteste in Hongkong eintragen. Um die Freigabe der App gab es bereits eine politische Kontroverse, nachdem die Anwendung zunächst von Apple blockiert worden war. Apple ließ die App dann schließlich doch zu, was nun von der Kommunistischen Partei kritisiert wird.

Das chinesische Parteiorgan "Volkszeitung" stört sich aber auch an Inhalten, die über Apple Music abrufbar sind. Dort biete der iPhone-Konzern ein Lied an, das offen für die Unabhängigkeit Hongkongs von China eintrete. Niemand wolle das US-Unternehmen in die Unruhen in der Sonderverwaltungsregion hineinziehen. "Die Menschen haben aber Grund zu der Annahme, dass Apple Geschäft mit Politik und sogar illegalen Handlungen vermischt", heißt es.

Apple hat im vergangenen Jahr rund 220 Millionen iPhones und viele andere Geräte in der Volksrepublik produzieren lassen. Apple-Vertragspartner wie Foxconn gehören damit zu den großen Arbeitgebern in der Volksrepublik. Knapp 20 Prozent des Umsatzes von Apple wiederum wird in China generiert.

Aufgerufen am 01.12.2021 um 05:47 auf https://www.sn.at/panorama/medien/china-erhoeht-den-politischen-druck-auf-apple-77442460

Kommentare

Schlagzeilen