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Coronavirus leitet ein Comeback des Fernsehens ein

Der Hunger beim Publikum nach Information und Unterhaltung ist groß. Im ORF erzielte die "Zeit im Bild" am Sonntag Reordquoten, bei Puls 4 gab es am Samstag mit "The Masked Singer" einen "Showrekord im heimischen Privatfernsehen".

Rekord für den ORF: 2,92 Millionen Österreicher sahen die Rede von Kanzler Sebastian Kurz am Sonntag in der „Zeit im Bild“. SN/apa
Rekord für den ORF: 2,92 Millionen Österreicher sahen die Rede von Kanzler Sebastian Kurz am Sonntag in der „Zeit im Bild“.

Das große Informationsbedürfnis der Österreicher aufgrund der unmittelbaren Auswirkungen der dramatischen Corona-Situation steigert nicht nur das Interesse an

Informationssendungen, sondern führt ganz generell zu einem Comeback des Fernsehens. Auch Unterhaltungssendungen und Fernsehshows haen enormen Zulauf.

Wie der ORF vermeldet, haben am Sonntag insgesamt 5,1 Millionen Zuschauer die Informationssendungen in ORF 2 und ORF III verfolgt. Der ORF präsentierte in seiner Sonderberichterstattung mit durchgängigen "ZIB Spezial"-Strecken die Übertragung der Nationalratssitzung, der Rede von Bundeskanzler Sebastian Kurz im Rahmen einer auf allen ORF-TV-Sendern durchgeschalteten "ZIB um 19.30 Uhr", ein neunfach gesplittetes "Bundesland Heute Spezial", ein verlängerte "ZIB 2 am Sonntag", "Im Zentrum" und "Runde der Chefredakteurinnen und Chefredakteure". Insgesamt verzeichnete man 5,1 Millionen Zuschauer, was 68 Prozent der heimischen TV-Bevölkerung entspricht.

Kurz-Rede als absoluter Quotenhit

Absoluter Spitzenreiter im ORF-Angebot war die Zeit im Bild um 19.30 Uhr: 2,77 Millionen Österreicher (Spitzenreichweite, Marktanteil 67 Prozent) wollten sich über die neuesten Entwicklungen in der Causa Corona informieren. Das ist der Höchstwerte einer ORF-Sendung seit Einführung der elektronischen Messung. Die Rede des Bundeskanzlers in der ZIB sahen gar 2,92 Millionen: Ein absoluter Spitzenwert seit Beginn der Teletest-Messung. Durchschnittlich wurde die Rekord-ZIB von 2,24 Millionen gesehen, wie die Arbeitsgemeinschaft Teletest erhoben hat.

Aber auch "Bundesland Heute" um 19.00 Uhr erzielte mit 2,34 Millionen Zuschauern (64 Prozent Marktanteil) einen Rekord. Auf exzellente Quoten kam aber auch "Im Zentrum" (867.000, 36 Prozent Marktanteil) oder der römisch-katholische Gottesdienst aus der Kirche des Wiener Priesterseminars (142.000, 12 Prozent Marktanteil) sowie die "Runde der Chefredakteurinnen und Chefredakteure" (714.000, 48 Prozent Marktanteil). "Insgesamt betrug der Tagesmarktanteil der ORF-TV-Senderflotte am Sonntag 48,2 Prozent", sagte ein ORF-Sprecher.

Aber auch der Hunger nach Unterhaltung ist in der Bevölkerung groß. Die Premiere von "The Masked Singer" auf Puls 4 am Samstag avancierte zum erfolgreichsten Showstart der Sendergeschichte. 350.000 Zuseher waren bei der ersten Demaskierung dabei, was laut Puls 4 einem "Show-Rekord im heimischen Privatfernsehen" gleich kommt. Im Durchschnitt verfolgten 311.000 Zuschauer die Kostüm- und Gesangsshow - das entspricht einem Marktanteil von 18 Prozent in der Zielgruppe der 12- bis 49-Jährigen. Demaskiert wurde übrigens der britische Sänger James Cottriall - er steckte im Kostüm eines Falken und scheiterte mit dem Falco-Song "Junge Römer".

Einen Achtungserfolg konnte auch Servus TV am Samstag erzielen: Beim Kabarettprogramm "Küss die Hand" von Monika Gruber&Viktor Gernot sahen zur Primetime 365.000 Zuschauer zu.

Aufgerufen am 06.12.2021 um 07:19 auf https://www.sn.at/panorama/medien/coronavirus-leitet-ein-comeback-des-fernsehens-ein-84944089

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