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Das Christkind bringt ein Smartphone - und was passiert mit dem "alten" Handy?

Kling, Handy, klingelingeling: Smartphones zählten zu den beliebtesten Gaben unter dem Christbaum. Kommt ein neues Gerät ins Haus, landet das "alte" meist in der Ecke. Wie man gebrauchte Technik sinnvoller verwenden kann.

Symbolbild SN/fotolia/stock.adobe.com/maksym yemelyanov
Symbolbild

Weihnachten ist ein Fest - auch für die Handyhersteller. Laut einer aktuellen Umfrage der GfK Austria sind Gutscheine (37 Prozent) bei Österreichern weiter besonders beliebt. Jeder Vierte (24 Prozent) wird Bargeld schenken, auch Bücher (28 Prozent) und Spielwaren (27 Prozent) werden zu Paketen geschnürt. Immerhin sechs Prozent Prozent der Befragten haben sich heuer für ein Smartphone unter dem Weihnachtsbaum entschieden.

Einmal ausgepackt haben diese Geschenke zur Folge, dass gebrauchte Handys ausgedient haben. Was also damit tun?

Smartphone verkaufen oder verschenken - das ist zu bedenken

Wer sie nicht im Familien- und Freundeskreis weitergeben möchte, kann sie auf einer Verkaufsplattform der Wahl zu barem Geld machen. Wichtig: Vor dem Verkauf die SIM-Karte unbedingt entfernen. Auf ihr Gespeichertes soll ja niemand anderes zu Gesicht bekommen. Vom Gerät selbst lassen sich Daten in wenigen Schritten löschen - man geht auf die Einstellungen und wählt dann "Auf Werkseinstellungen zurückstellen" bzw. "Alle Einstellungen zurücksetzen". Schon ist das Handy inhaltlich wie neu und es würde nur mehr mit äußerst großem technischem Aufwand gelingen, Teile wiederherzustellen.


Smartphone spenden, statt es zu verschwenden

Bekanntester österreichischer Handy-Sammler für den guten Zweck ist Ö3 mit seiner Wundertüte - einem Sackerl, in das sich einwandfreie, aber nicht mehr benutzte Mobiltelefone jeder Generation stecken lassen. Bei der Post kann man diese kostenlos abgeben. Doch was passiert dann mit der Technik-Spende?

Von Ö3 heißt es, dass die Geräte in die Handysammlung der Caritas im 21. Wiener Gemeindebezirk kommen. Dort wird sortiert und Abfall fachgerecht recycelt. Die Arbeit erledigen Frauen und Männer, die lange einen Job gesucht und diesen bei der Caritas gefunden haben.

"Gute" Geräte werden wiederverwendet, das nennt man heutzutage "Refurbishing". Müssen Geräte allerdings recycelt werden, dann werden sie zermahlen und Wiederverwertbares wie Gold, Kupfer, Palladium, Eisen etc. wiedergewonnen. Beim Refurbishing-Prozess reparieren die Caritas-Experten die Telefone und spielen eine neue Software auf. Dann gehen sie an Großhändler und werden etwa in Asien mit der Sprache des künftigen Ziellandes versehen. Neues Cover drauf, passt. Von Asien aus werden die Geräte dann weiter verkauft, teilt Ö3 mit - hauptsächlich in Schwellen- und Entwicklungsländer. Warum? Nur dort gibt es einen Markt für große Mengen an Second-Hand-Handys.

Handys und Smartphones aus Österreich freuen nicht nur die Menschen dort, sondern auch die Umwelt: Denn so werden die Laufzeiten der Geräte bis zum Ende ihrer Lebensdauer ausgeweitet und damit Ressourcen geschont. Das Geld aus den Projekten kommt dann Familien in Not in Österreich zugute.

Ideen fürs alte Telefon - es eignet sich als Babyphone

Das neue Smartphone haben Eltern bei sich, das ausrangierte bekommt eine zweite Chance im Kinderzimmer. Dazu einfach eine zahlreichen Babyphone-Apps herunterladen, installieren und schon entgeht Papas und Mamas kein Glucksen und Quietschen mehr.

Auch als digitaler Bilderrahmen kann ein ausgedientes Handy wunderbare Dienste leisten. Lieblingsbilder wählen, Diashow starten, staunen. Auch als Musikabspieler bringt es Augen zum Leuchten - und Ohren zum Glühen.

Und wer sich keine teure Unterwasserkamera kaufen, aber trotzdem Bilder aus See und Meer haben möchte.

Aufgerufen am 24.11.2020 um 02:06 auf https://www.sn.at/panorama/medien/das-christkind-bringt-ein-smartphone-und-was-passiert-mit-dem-alten-handy-62887939

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