Medien

Demokratie kann man "hacken"

Bei den Medientagen macht man sich Sorgen über die "halbinformierte Gesellschaft". Und erklärt, wieso das Web immer hetzerischer wird.

Es sollte ein brutaler Kampf werden. Einer auf Leben und Tod. Und am Ende werde nur einer überleben. Als vor zehn bis 15 Jahren Onlinemedien immer massentauglicher wurden, waren sich die meisten Experten sicher, dass sich die gedruckte Zeitung und ihre digitale Konkurrenz bald kannibalisieren würden. Und spätestens als Katzenfoto-Medien wie Buzzfeed in den Markt eingestiegen waren, gingen die meisten davon aus, dass Online diesen Kampf gewinnen wird. Doch ist dem wirklich so? Kann es nicht ein Nebeneinander geben? Oder setzt sich am Ende gar die gedruckte Zeitung durch? Am ersten Tag der 23. Österreichischen Medientage war wieder einmal die Zukunft der Branche das zentrale Thema. Doch bei der diesjährigen Ausgabe wurde das Thema abstrakter angegangen als üblich - auf sozialer Ebene. Veranstalter Hans-Jörgen Manstein, Aufsichtsratsvorsitzender des gleichnamigen Fachverlags, sprach in seiner Eröffnungsrede von einer "halb informierten Schlagzeilengesellschaft". Vor allem soziale Medien machten uns immer empfänglicher für Schlagworte: "So wird die Zusammensetzung eines Klebstoffs plötzlich wichtiger als die Steuerpläne des Kanzlers."

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