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Der ORF kämpft um seine Gebühren

Wird bald eine höhere GIS-Gebühr fällig? Bis Jahresende muss sich ORF-Boss Wrabetz entscheiden, ob er eine Erhöhung beantragen will. Doch bereits jetzt gibt es heftigen Gegenwind.

Der ORF kämpft um seine Gebühren SN/fotolia/stan fisher, montage: dopsch/stauffer
Das monatliche Programmentgeld pro Haushalt (in Euro, gerundet, nicht kaufkraftbereinigt). Ein österreichischer Haushalt zahlt pro Monat im Schnitt 23 Euro an Rundfunkgebühren. Wenn man das Programmentgelt herausrechnet, also jenen Betrag, der dem ORF zugute kommt, werden rund 16 Euro fällig. Im europäischen Vergleich liegt der ORF damit im oberen Mittelfeld. Neben der Schweiz ist das Entgelt auch in den skandinavischen Ländern höher. Es gibt zudem Staaten in denen keine Gebühr verrechnet wird, etwa in Spanien. Der Rundfunk wird dort jedoch mit Zuschüssen aus Steuergeldern finanziert. Eine Besonderheit gilt in Großbritannien: Dort gibt es nach wie vor eine ermäßigte Gebühr für Schwarzweißfernseher. Das monatliche Programmentgeld pro Haushalt (in Euro, gerundet, nicht kaufkraftbereinigt). Ein österreichischer Haushalt zahlt pro Monat im Schnitt 23 Euro an Rundfunkgebühren. Wenn man das Programmentgelt herausrechnet, also jenen Betrag, der dem ORF zugute kommt, werden rund 16 Euro fällig. Im europäischen Vergleich liegt der ORF damit im oberen Mittelfeld. Neben der Schweiz ist das Entgelt auch in den skandinavischen Ländern höher. Es gibt zudem Staaten in denen keine Gebühr verrechnet wird, etwa in Spanien. Der Rundfunk wird dort jedoch mit Zuschüssen aus Steuergeldern finanziert. Eine Besonderheit gilt in Großbritannien: Dort gibt es nach wie vor eine ermäßigte Gebühr für Schwarzweißfernseher.

Man könnte meinen, der ORF hätte die bewegendsten Wochen 2016 schon hinter sich. Was soll denn auch noch bewegender sein als die Generaldirektorwahl, die den ORF nahezu aufzureiben drohte? Doch es gibt tatsächlich Prägenderes: Bis Jahresende muss sich Alexander Wrabetz entscheiden, ob er einen Antrag auf Erhöhung der ORF-Gebühren stellen will. Und der wiedergewählte Generaldirektor kann das Thema auch nicht auf die lange Bank schieben. Laut ORF-Gesetz ist der Rundfunkchef dazu verpflichtet, alle fünf Jahre einen Antrag zu stellen. Da der letzte 2011 gestellt wurde, bleiben Wrabetz noch 56 Tage, um die Weichen für die finanzielle Zukunft des ORF zu stellen.

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