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Di Lorenzo kritisiert "Moderationen wie aus dem Baukasten"

Der deutsche TV-Talker und Journalist Giovanni di Lorenzo empfindet manche Talkshow-Kollegen als Fehlbesetzungen.

Di Lorenzo kritisiert "Moderationen wie aus dem Baukasten" SN/dpa
Giovanni di Lorenzo.

"Heute werden Talkshow-Moderatoren vor allem danach ausgesucht, ob sie beim Publikum beliebt sind. Wenn sie nicht talken können, kann man es ihnen zur Not beibringen. Es ist nicht unbedingt entscheidend, ob jemand die Lebenserfahrung und das fachliche Rüstzeug mitbringt, um ein gutes Gespräch aus eigener Kraft zu bestehen", sagte er dem "Spiegel". Er fügte hinzu: "Das ist ja Halbplayback, was einige inzwischen machen - Moderationen wie aus dem Baukasten. Die Fragen sind fix und fertig, und dann kommt einiges, was angeblich spontan ist, auch noch aus dem Knopf im Ohr."Respekt für VorgängerinÜber seine Vorgänger bei der TV-Talkshow "3nach9" wie Lea Rosh sagte er: "Ich betrachte Lea und die anderen Altmeister heute mit viel mehr Respekt als damals." Heute sehe er ihr großes intellektuelles und rhetorisches Vermögen, "auch im Vergleich zu mancher der heutigen Moderationen". Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der Wochenzeitung "Die Zeit", moderiert die Radio-Bremen-Talkshow "3nach9" seit 25 Jahren.

Quelle: Dpa

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