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Die abenteuerliche Geschichte der Rainerkeusche aus Ramingstein

 SN/orf- salzburg

Die Rainerkeusche wurde laut Experten 1482, also zehn Jahre bevor Kolumbus Amerika entdeckte, in Ramingstein im Lungau errichtet. Sie ist der vermutlich älteste Bauernhof Salzburgs - und das vermutlich älteste spätmittelalterliche Mittelflurhaus in Europa.

Das kleine Gebäude war Wohnhaus für bis zu elf Menschen sowie eine Kuh, einige Schweine und Hühner. Die Grundfläche des Gehöfts betrug nicht einmal 60 Quadratmeter, den Großteil des vor 300 Jahren erbauten ersten Stocks nahm der Heustadl in Beschlag und ließ nur wenig Platz für eine kleine Schlafkammer.

Bis zum frühen 19. Jahrhundert gab es in der Keusche lediglich offenes Feuer. Die "Roanakeuschn" gilt als seltenes Zeugnis einer bäuerlichen Lebensweise, einer heute gern verklärten ländlichen Idylle.

Experten haben die Rainerkeusche abgetragen und im Salzburger Freilichtmuseum Großgmain wieder aufgebaut. Dort gibt es einen Paradigmenwechsel: Nicht nur renovierte Bauernhäuser, sondern auch das entbehrungsreiche Leben von Mensch und Tier im vergangenen halben Jahrtausend wird dokumentiert.

Im Film kommt unter anderem der Schriftsteller O. P. Zier zu Wort, der selbst im Sommer in einer jahrhundertealten Keusche wohnt.

Von Ramingstein nach Großgmain. Ein "Erlebnis Österreich" von Karl Kern aus dem ORF-Landesstudio Salzburg, Sonntag, ORF 2/18.25 Uhr.


Quelle: SN

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