Medien

Die größten Medienkonzerne der Welt

Eine neue Rangliste macht deutlich, wie stark sich der Medienbegriff gewandelt hat. Das Ranking macht aber auch klar, wie groß der ORF ist: Der heimische Rundfunk schafft allein in Österreich die Hälfte des weltweiten Umsatzes von Twitter.

Noch bis vor rund zwei Jahrzehnten gehörten zu den welt größten Medienunternehmen ausschließlich Konzerne, die ihre Umsätze mit Film, Fernsehen oder Zeitungen gemacht haben. Doch dann kam der große Internetboom - und mit ihm der Aufstieg der "Teenage Giants". Wie stark die IT-Riesen die (Medien-)Öffentlichkeit geprägt haben, zeigt das Ranking der umsatzstärksten und somit weltgrößten Medienkonzerne, das diese Woche vom Deutschen Institut für Medien- und Kommunikationspolitik veröffentlicht wurde. Auf Platz eins liegt demnach die Google-Mutter Alphabet mit einem Jahresumsatz von rund 67,6 Milliarden Euro. Nur knapp dahinter landet Comcast, der größte US-Kabelnetzbetreiber, der mittlerweile einen Großteil seines Umsatzes über Internetdienstleistungen macht. In die Top Ten haben es zudem mit Comcast-Konkurrent AT&T, Apple und dem niederländischen Internetanbieter Altice noch drei weitere Konzerne geschafft, die primär auf IT ausgerichtet sind. Und Social-Media-Marktführer Face book landete mit 16 Milliarden Euro Umsatz auf Platz 13. Aber wieso werden solche Unternehmen überhaupt in einem Medienranking geführt? Lutz Hachmeister, Leiter des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik, begründet die Reihung mit dem Verweis auf die ähnlichen Einnahmequellen: Google mache 98 Prozent seiner Umsätze durch Werbung. "Medien-, Wissens- und Datenkonzerne müssen heute zusammen analysiert werden", ergänzt er.

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