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Digitale Sicherheit: Neue Angebote sollen Österreicher schulen

Wirtschaftsministerin Schramböck kündigte "digitale Sicherheitsoffensive mit Hausverstand" an. Bundeskriminalamt bietet künftig Kurse an. Digitaler Sicherheitscheck kommt ab April.

Will in Österreich eine „Digitalisierung mit Hausverstand“ vorantreiben: Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP). SN/apa (archiv)
Will in Österreich eine „Digitalisierung mit Hausverstand“ vorantreiben: Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP).

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) hat am Dienstag neue Maßnahmen im Kampf gegen im digitalen Bereich vorhandene Sicherheitsdefizite in der österreichischen Bevölkerung präsentiert. Ab sofort bietet das Bundeskriminalamt (BKA) kostenlose Schulungen zur Cybersicherheit an, während auf der Plattform fit4internet zwei Kurse für unterschiedliche Wissensstufen bereitstehen.

"Die Digitalisierung bietet enorme Chancen, aber gleichzeitig Herausforderungen", sagte Schramböck anlässlich des Safer-Internet-Days auf einer Pressekonferenz in Wien.

Von Mai bis Dezember 2019 haben 10.000 Personen ihre digitalen Kompetenzen auf der Homepage des vom Ministerium initiierten Vereins fit4internet geprüft. "Dabei zeigte sich, dass hinsichtlich der Sicherheit am meisten Aufholbedarf besteht", erklärte die für Digitalisierung zuständige Ministerin. 40 Prozent der Teilnehmer erreichten lediglich die unterste Kompetenzstufe. Sie möchte folglich eine "Digitalisierung mit Hausverstand" vorantreiben und hat es sich zur Aufgabe gemacht, verstärkt "digitale Kompetenzen zu vermitteln und Chancen zu schaffen".

Experten gegen steigende Kriminalität im Netz

"Die Kriminalität verlagert sich zusehends ins Internet. Um der Internetkriminalität Herr zu werden, müssen wir Experten aufbauen", sagte Michael Fischer, stellvertretender Direktor des BKA. Die Dunkelziffer an Delikten sei sehr hoch, das Anzeigeverhalten der Bevölkerung ausbaufähig, meinte Fischer. "Sie melden Delikte aus Scham nicht, denken, eine Anzeige wäre den Aufwand nicht wert, oder erkennen so manches Delikt einfach nicht als solches. Es ist massive Aufklärungsarbeit nötig", erklärte er.

Um dem zu begegnen, stehen ab sofort rund 400 Experten des Bundeskriminalamts (BKA) bereit, um kostenlose Schulungen zur Cybersicherheit zu leiten. Die Kurse richten sich primär an Gemeinden oder auch Unternehmen, die eine Gruppe von mindestens 20 Erwachsenen ohne IT-Vorkenntnisse geschult wissen wollen. Buchungen sind über die fit4internet-Hotline (0800-221-055) möglich. Zusätzlich begeben sich Beamte des BKA an Schulen, um Acht- bis Zwölfjährige zu erreichen und über Gefahren und Rechte im Internet aufzuklären.

Kurse für Einsteiger und für Fortgeschrittene

Zwei kostenlose, vom Technologieanbieter Cisco entwickelte E-Learning-Kurse zum Thema "Sicherheit in der digitalen Welt" sind ebenfalls ab sofort auf der fit4internet-Plattform abrufbar. Einer richtet sich an Einsteiger, während der zweite für in digitalen Sicherheitsfragen fortgeschrittene Personen gedacht ist. Im Laufe der Zeit soll das Angebot auf 21 Kurse anwachsen. Ab April soll ein detailliert ausgearbeiteter Kompetenzcheck verfügbar sein, der sich speziell mit Sicherheitsfragen beschäftigt. Im Mai soll eine "Security-Game-App" folgen, mittels derer sich Jugendliche gegenseitig herausfordern und dadurch spielerisch ihr Wissen vertiefen können, kündigte Schramböck an.

Schließlich sollen Kindergartenpädagogen und -pädagoginnen mehr Unterstützung etwa in Form von Schulungen erhalten, um die Jüngsten unserer Gesellschaft sicher im Internet begleiten zu können.

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