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Einstiger ORF-Kulturredakteur Franz Zoglauer gestorben

Sein Gesicht kannte das ORF-Kulturpublikum über Jahrzehnte: Viele Jahre war Franz Zoglauer eines der Aushängeschilder der Kulturberichterstattung des Senders. Nun ist der gebürtige Wiener am Samstag nach kurzer Krankheit im Alter von 74 Jahren verstorben, wie sein einstiger Haussender mitteilt. Dort war der studierte Theaterwissenschafter von 1973 bis 2009 tätig gewesen und hatte unter anderem Sendungen wie das "Kulturjournal" moderiert.

Franz Zoglauer 2009 (mit Robert Meyer) SN/apa
Franz Zoglauer 2009 (mit Robert Meyer)

In Nachfolge von Karl Löbel fällte Zoglauer pointierte wie kenntnisreiche Urteile im Rahmen der "Nach der Premiere"-Kritiken. "Mit seinem enormen Wissen, seinem Esprit und seiner erzählerischen Souveränität war er immer Vorbild für die gesamte Kulturabteilung", würdigte ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl den einstigen Kollegen.

Nach seinem Ausscheiden aus dem ORF zog sich der vielseitige interessierte Kulturjournalist allerdings beileibe nicht aufs Altenteil zurück. Er fand eine neue TV-Heimat bei ATV, wo er mit Erna Cuesta die Kultursendung "Highlights" gestaltete. Und Franz Zoglauer wurde zum Schreiber, der nicht nur als Coautor bei der Biografie "Leicht muss man sein" von Christa Ludwig fungierte, sondern auch für "Die Furche" und den "Kurier" schrieb. "Er war gleichermaßen ein Liebender wie ein kritischer Geist und konnte perfekt und punktgenau analysieren", zollte ihm Gert Korentschnig vom "Kurier" seinen Respekt.

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