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Erneut Journalist in Mexiko ermordet

In Mexiko ist erneut ein Journalist getötet worden. Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats Michoacán bestätigte am Dienstag die Ermordung des Journalisten Armando Linares López, Direktor des Nachrichtenportals Monitor Michoacán.

Er sei in seinem Wohnhaus erschossen worden. Der Mord an Linares geschah nur eineinhalb Monate nach der Ermordung von Roberto Toledo, einem Mitarbeiter desselben Medienunternehmens. Es ist der achte Journalistenmord in Mexiko seit Jahresbeginn.

Nach der Ermordung von Toledo am 31. Jänner hatte Linares Drohungen gegen ihn und sein Team angeprangert, weil sie Korruptionsfälle aufgedeckt hatten. "Wir sind nicht bewaffnet, wir tragen keine Waffen. Unsere einzige Verteidigung ist ein Stift, ein Bleistift", hatte Linares in einem Video gesagt.

Die Arbeit der Journalisten in Mexiko ist lebensgefährlich. Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen wurden seit dem Jahr 2000 rund 150 Journalisten in dem Land getötet.

Anfang März hatte das Europäische Parlament die mexikanischen Behörden aufgefordert, "den Schutz und die Schaffung eines sicheren Umfelds für Journalisten und Menschenrechtsverteidiger zu gewährleisten". Daraufhin hatte der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador das Europäische Parlament beschuldigt, eine "Putschstrategie" seiner Gegner zu unterstützen.

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