Medien

Erster Papageno-Preis für SN-Redakteur Thomas Hödlmoser

Was Journalisten dazu beitragen können, Suizide zu verhindern.

Die Berichterstattung über das Thema Suizid ist eine sensible Gratwanderung. Wenn sie schlecht gemacht ist, kann sie zum Werther-Effekt führen und Nachahmer bestärken. Wenn sie aber zurückhaltend, konstruktiv und sachlich ist, kann sie einen sogenannten Papageno-Effekt auslösen, also Menschen davon abhalten, diesen Schritt zu gehen. Diesen Papageno-Effekt hat Dr. Thomas Hödlmoser mit seinem Beitrag "Und trotzdem weiterleben" in der Wochenendbeilage der "Salzburger Nachrichten" am 8. September 2018 ausgelöst. Eine zehnköpfige Fachjury aus Psychologen und Journalisten sprach ihm deshalb den ersten "Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung" zu. Der Preis wird vom Sozialministerium, der Gesellschaft für Suizidprävention und der Wiener Werkstätte für Suizidforschung ausgelobt. Hödlmoser konzentriere sich in seinem Beitrag nicht auf die Auslöser, sondern auf die Gründe für einen Suizidversuch, stelle diese ohne Pathos, Romantisierung, mit nötiger Distanz sensibel und feinfühlig dar. Er biete damit Menschen in äußerster Not den Blick auf Auswege und Hilfestellung. Dr. Thomas Hödlmoser nahm die Auszeichnung am Dienstag in Wien mit "Freude und Verantwortung" aus den Händen von Sozialministerin Brigitte Zarfl entgegen. Wir freuen uns mit ihm und gratulieren herzlich.

Mehr zum Thema

Aufgerufen am 17.09.2019 um 02:37 auf https://www.sn.at/panorama/medien/erster-papageno-preis-fuer-sn-redakteur-thomas-hoedlmoser-76065214

Kommentare

Schlagzeilen