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"Financial Times" wehrt sich gegen Vorwürfe von Wirecard

Die "Financial Times" (FT) hat eine Anwaltskanzlei mit der Untersuchung ihrer Berichterstattung zu Wirecard beauftragt. Zugleich wies Chefredakteur Lionel Barber die von dem Zahlungsdienstleister erhobenen Vorwürfe gegen die Zeitung zurück.

Angesichts der Schwere der Anschuldigungen habe die Zeitung jedoch die Londoner Anwaltskanzlei RPC engagiert, die die Berichterstattung der "FT" zu Wirecard überprüfen soll.

Eine Reihe von kritischen Berichten der "FT" seit Anfang des Jahres hatte die Wirecard-Aktie immer wieder abstürzen lassen. Das Unternehmen und die deutsche Finanzaufsicht BaFin hegen den Verdacht, dass sich Leerverkäufer das zunutze gemacht haben. Die BaFin hatte Leerverkäufe mit Wirecard-Aktien im Frühjahr sogar für zwei Monate verboten.

Die FT wies die Vorwürfe von Wirecard mit seinem österreichischen Chef Markus Braun zurück, dass Reporter der Zeitung sich mit den Leerverkäufern abgesprochen hätten. Man sehe darin eine Ablenkungstaktik, um die weitere Berichterstattung zu Wirecard zu unterdrücken.

Am Montag hatte ein Insider gesagt, dass Wirecard den Verdacht einer Zusammenarbeit zwischen Aktien-Spekulanten und der "FT" bestätigt sehe. Das Unternehmen habe Beweismittel an die Staatsanwaltschaft München I übergeben, darunter den Mitschnitt eines Gesprächs zwischen zwei Investoren, in dem es um einen bevorstehenden Bericht der Londoner Wirtschaftszeitung über Wirecard gehe, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Das "Handelsblatt" hatte bereits am Sonntag darüber berichtet.

Quelle: Apa/Reuters

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