Medien

Gamescom: Waffennachbildungen müssen draußen bleiben

Nach den Ereignissen der letzten Tage wurden neue Sicherheitsbestimmungen veranlasst. Längere Wartezeiten sind dadurch programmiert.

Gamescom: Waffennachbildungen müssen draußen bleiben SN/gamescom
Die Gamescom-Eröffnung von 2015. Heuer muss auf Waffennachbildungen verzichtet werden.

Die Spielemesse Gamescom in Köln wirft diesmal wirklich ihre Schatten voraus: Wegen der Ereignisse der letzten Tage in Deutschland wurden die Sicherheitsbestimmungen empfindlich verschärft. Neben verstärkten Einlasskontrollen seien in diesem Jahr alle Nachbildungen von Waffen oder waffenähnlichen Elementen in den Kostümen nicht erlaubt, teilte die Koelnmesse mit.

Weiters forderten die Veranstalter die Besucher auf, nach Möglichkeit keine große Taschen und Rucksäcke mitzubringen, da es dadurch zu weiteren Verzögerungen kommen könnte. Dies löste prompt eine Lawine von Reaktionen auf der Facebookseite der Gamescom aus. Von Abzocke war die Rede, da die Getränke auf der Messe überteuert seien. Wütende Besucher würden ihre liebevoll gestalteten Waffen trotzdem mitbringen wollen und andere meinten, die Terroristen hätten damit erreicht, was sie wollten.

Es gibt andererseits auch viel Zustimmung für die Sicherheitsmaßnahmen - zumal viele der Besucher in ihrer ersten Reaktion nicht erkannten, dass es sich bei den Taschen und Rucksäcken um eine Empfehlung und kein Verbot handle.

Grund des Verbots sei, Messebesucher sowie die Menschen in Köln angesichts der "schrecklichen Ereignisse in den vergangenen Wochen" nicht verängstigen zu wollen. Aussteller könnten aber Ausnahmen beantragen.

Nach Terroranschlägen in Deutschland und Frankreich hatten Veranstalter von größeren Veranstaltungen wie Volksfesten, Konzerten und Festivals bereits ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Die Gamescom findet vom 17. bis zum 21. August in der Domstadt statt, erwartet werden mehr als 800 Aussteller aus rund 50 Ländern. Partnerland in diesem Jahr ist die Türkei.

Aufgerufen am 24.09.2018 um 06:25 auf https://www.sn.at/panorama/medien/gamescom-waffennachbildungen-muessen-draussen-bleiben-1191475

Schlagzeilen