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Hat die ORF-Kritik der FPÖ auch personelle Folgen?

Erste Stiftungsräte bezeichnen FPÖ-Mann Steger als "unwählbar". Und es wird auch schon ein neuer Favorit für den Vorsitzposten genannt.

Norbert Steger. SN/APA/ROBERT JAEGER
Norbert Steger.

Die Empörungswelle gegen ORF-Stiftungsrat Norbert Steger (FPÖ) ebbt nicht ab. Nachdem Steger in einem Gespräch mit den SN etwa angedroht hatte, "ein Drittel der Auslandskorrespondenten zu streichen", nahmen sich internationale Medien wie der "Spiegel" des Themas an. Kritik kam auch aus dem Stiftungsrat selbst. Mehrere Räte sagten den SN, dass der 74-Jährige nun "unwählbar" sei. Steger galt als Favorit für den Vorsitz im ORF-Kontrollgremium, das im Mai neu aufgestellt wird. "Ich werde ihn sicher nicht wählen", erklärte der Kärntner Rat Siegfried Neuschitzer.

"Solche Aussagen stehen einem Stiftungsrat nicht zu", sagte auch Matthias Limbeck, der am Montag als Salzburger Stiftungsrat bestätigt wurde. Und Limbeck ergänzte: "Für mich wäre Franz Medwenitsch der beste Vorsitzende." Der ÖVP-nahe Medwenitsch ist stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender und Geschäftsführer des Verbands der heimischen Musikwirtschaft.

Aus der SPÖ kam ebenso Kritik: "Die Äußerungen disqualifizieren ihn (Steger, Anm.) für eine Funktion im Stiftungsrat", sagte Ex-Medienminister Thomas Drozda.

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